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Interviews

Olympiasieger Red Gerard im Instagram-Kreuzverhör

Red Gerard war immer schon frühreif: Mit elf Jahren setzte er seinen ersten Post auf Instagram ab, mit zwölf kam er ins Burton-Team und mit 17 gewann er Olympia. Höchste Zeit, auf seine rasante Jugend zurückzublicken.

Fotos: Aaron Blatt, Blotto

Obwohl Red Gerard gerade mal 165 Zentimeter misst und 59 Kilogramm wiegt, zählt der Zwanzigjährige längst zu den absoluten Schwergewichten im Slopestyle. Wettbewerbsübergreifend hat er viermal Gold, dreimal Silber und zweimal Bronze in beiden Disziplinen gewonnen. Ungewöhnlich viel Edelmetall für einen so jungen Typen? Schaut man sich Reds Karriereweg an, muss man das verneinen.

Mit einem eigenen Snowpark im Garten der Eltern wurde Red eine Profi-Karriere in die Wiege gelegt. In einem Alter, in dem andere noch nicht mal ihre ersten Pickel im Gesicht haben, unterschrieb er schon seinen ersten Vertrag bei Burton. Dokumentiert hat er dies und seine anderen Karriereschritte seitdem er elf Jahre alt ist – auf Instagram.

„An dem Netzwerk gefällt mir besonders, dass ich sehe, was bei meinen Freunden so abgeht“, sagt Red und ergänzt: „Aber vor allen Dingen will ich auf Insta einfach die Leute an meinem Leben teilhaben lassen und zeigen, was ich gerade so beim Snowboarden mache.“ Wir haben uns all seine Posts noch einmal angeschaut und ihn mit ein paar Perlen aus der Vergangenheit konfrontiert.

Red Gerard über …


 

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… seinen neuesten Movie „One World“:

Diese Szene drehten wir beim berühmten Baum in Jackson Hole, den die meisten von uns aus „The Art of Flight“ oder „That’s It, That’s All“ kennen. Das Coole an dem Spot ist, dass man sich fühlt, als würde man mitten in dem Film sein. Man schaut um sich herum und denkt: Krass, ich bin gerade in „The Art of Flight“.

Burton hat für lange Zeit keinen Movie gemacht. Ich weiß noch, wie ich als Kind die Filme mit Mark Sollors und so geschaut habe. Deswegen bin ich sehr stolz, jetzt bei einem Burton-Film dabei sein zu können. Ich liebe es auch, dass ich wie hier in der Szene im Backcountry unterwegs bin. Powder ist am Ende halt doch am besten. (lacht)


 

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… den Backyard bei seinen Eltern:

Haha, das muss mindestens vier oder fünf Jahre her sein, im Garten von meinen Eltern in Colorado. Am Ende spuckt mein Bruder Brendan Whisky ins Feuer. (lacht) Er hat mich bei den Sessions immer sehr gepusht.

Wir hatten damals so eine gute Zeit. Jeden Morgen sind wir früh aufgestanden und waren den ganzen Tag am Berg. Wenn wir abends wiederkamen, haben wir ein Lagerfeuer gemacht und konnten bis spät in die Nacht shredden. Einen großen Teil meines Erfolgs habe ich diesem Backyard zu verdanken. Und obwohl dort heute nicht mehr viel los ist, gibt es den Backyard immer noch.


 

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… neue Snowpark-Projekte:

Die ganze „Red’s Backyard“-Idee entstand durch den Garten hinter dem Haus. Auf diesen Bildern war ich das erste Mal auf der Baustelle und wurde dort herumgeführt. Es war superspannend zu sehen, wie aus der Idee des kleinen Backyards bei meinen Eltern ein richtiger Skiresort-Park wurde.

Die wichtigste und größte Herausforderung beim Designen dieser Parks ist für mich, dass sowohl Anfänger als auch Pro-Snowboarder auf meinem Level dort ihren Spaß haben.

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… Reisen als Snowboard-Pro:

Als Snowboarder bin ich verdammt viel gereist und habe viele Länder sehen dürfen. Am verrücktesten ist es für mich immer in Asien. Die Menschen dort leben aus meiner Sicht ein ziemlich cooles Leben. Es ist zwar komplett anders als unseres hier in den USA oder bei euch in Europa, aber mir gefällt es total. Das Organisierte, die vielen verschiedenen Dinge, das verrückte Essen. Besonders in Japan gibt es wirklich das beste Essen, völlig egal, wo man gerade ist – ob das Restaurant ein kleines Loch oder ein Riesenladen ist. Man könnte buchstäblich in einem 7Eleven leben. (lacht)

Beim Reisen vermisse ich ein wenig die normalen Abläufe – Aufstehen, Frühstück machen, den Tag planen. Unterwegs ist es anders und man muss wirklich sehr darauf achten, nicht ungesund zu leben. Das ist zuhause, mit dem eigenen Kühlschrank, sicher einfacher.


 

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… seine ersten Snowboards:

Oh wow, das muss ewig her sein. Wie alt war ich da wohl, vielleicht zwölf? Das war eines der ersten Burton-Packages, die ich bekommen habe. Ich war damals natürlich superstoked, sechs eigene Boards zu haben, und musste das dann auch auf Instagram raushauen. (lacht) Ich habe allen meinen Freunden erzählt, wie viele Snowboards ich besitze. So lustig!

Ich bin schon immer Burton-Boards gefahren und seitdem ich denken kann ein Fan der Marke. Für mich war es damals extrem cool, ins Youth Team aufgenommen zu werden. Seitdem bin ich Burton treu geblieben – und immer noch total gehyped darüber.

Als Kind hätte man mich auf irgendein Board stellen können und ich hätte noch nicht mal mehr den Unterschied benennen können. Jetzt bin ich da natürlich etwas wählerischer. Im Park mag ich etwas steifere Boards, deshalb fahre ich zurzeit das Custom X – das passt perfekt zu mir.

red gerard, redgerard

 

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… Spaß in der Schulzeit:

Yeah, das hat mein Bruder gepostet, als er ungefähr in die neunte oder zehnte Klasse ging. Sein Schulkumpel Chris wohnte in einer abgeschlagenen Gegend, weshalb er bei uns einzog. So wurde er wie ein Bruder für mich. Ich weiß noch, dass es am Ende geklappt hat mit den Likes und er rasiert wurde. (lacht) Heute mag es komisch klingen, nur 50 Likes. Aber zu der Zeit war das ganz schön viel, haha.


 

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… sein neues Hobby:

Das war mein allererster Edit, den ich komplett alleine gemacht habe, yew! Seit letztem Sommer bin ich ziemlich Golf-süchtig. Meine Skills sind zwar inzwischen halbwegs ok, aber es ist ein ständiges auf und ab. Immer wenn ich denke, dass ich es jetzt raushabe, folgt ein Tag, an dem nichts geht. Aber deshalb liebe ich den Sport so. Ich könnte wirklich jeden Tag golfen gehen. Einen guten Ball zu schlagen macht süchtig.

Es gibt inzwischen einige Snowboarder, die richtig gut Golf spielen. JJ Thomas zum Beispiel, Scotty James, Louis Vito und so viele mehr.


 

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… den Olympiasieg 2018:

Das fühlt sich ewig weit weg an. Die Olympischen Spiele waren eine so unglaublich gute Zeit und dass ich sie gewinnen durfte, ist einfach der Wahnsinn. Ich kann mich aber nicht mehr an alles erinnern, weil ich damals auch noch ein Stück jünger war und mir vieles auch so surreal vorkam.

Nach Olympia 2018 hat sich eine ganze Menge geändert – ich hoffe aber, dass ich mich nicht als Person geändert habe. Die darauffolgenden Jahre waren echt wild, viele Medientermine und ich konnte nicht so viel snowboarden, wie ich wollte.

Krass war, dass einige Snowboarden nur auf Olympia reduzierten und die meisten Journalisten nicht wussten, dass der Sport noch so viel mehr zu bieten hat, die X Games oder DewTour, Full Movies und Edits und eben all das, was Snowboarden generell ausmacht.


 

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… seinen Auftritt bei Jimmy Kimmel:

Jimmy Kimmel! Innerhalb von 24 Stunden nach meinem Olympiasieg flog ich nach L.A. und dann weiter nach New York, anschließend zurück zu einem Big-Air-Event nach Südkorea. Zwischendrin war ich dann auch bei Jimmy Kimmel. Das war meine erste Talk-Show-Erfahrung. Ich weiß noch, wie derbe stark mein Jetlag war. Es war ziemlich wild, es gab kein Warm-up und nichts. Am Vortag war ich noch snowboarden und plötzlich saß ich bei Jimmy Kimmel!

Leider konnte ich ihn nicht wirklich kennenlernen und mit ihm hinter den Kameras reden. Aber er wirkte sehr sympathisch und ich hoffe, dass ich noch mal länger mit ihm reden kann irgendwann. Dann werde ich berichten, was er für ein Typ ist. (lacht)


 

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… Jake Burton:

Wir haben den „One World“-Film in erster Linie für Jake gemacht. Ich habe Jake leider nie so richtig kennengelernt wie die anderen, weil ich damals einfach zu jung war. Aber das, was ich von ihm mitbekam, war, dass er Snowboarden immer größer gemacht hat und einfach ein toller Mensch war. Er hat sich sehr um seine Firma und seine Leute gekümmert. Mit dem Movie soll sein Erbe weiterleben.

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