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Olympische Winterspiele 2026 Snowboard Big Air

Olympische Winterspiele

Wer schafft es wirklich zu Olympia 2026 – und wer fällt trotz Top-Leistung durch

Mit dem Ende der Qualifikationsphase und der offiziellen quota allocation lists der Internationalen Ski- und Snowboard-Federation (FIS) steht das Snowboard-Feld für die Olympischen Winterspiele 2026 größtenteils fest. Doch die Geschichte hinter den Startlisten geht weit über Medaillenfavoriten hinaus. Während sich die Spots oft an die punktbesten Rider richten, entscheidet das Quota-System darüber, wer am Ende wirklich dabei ist und wer trotz hervorragender Leistungen zuhause bleibt.

Das System funktioniert so: Die Weltcup- und WM-Resultate der Saison werden zu einer Olympic Quota Allocation List zusammengeführt, aus der die Startplätze vergeben werden. Dabei gelten pro Nation strikte Limits:

Maximal vier Snowboarder pro Disziplin und maximal 13 pro Geschlecht.

Selbst wenn ein Land mehr als vier Athleten in den Top-Plätzen hat, zählt nur die Zahl bis zur Quote. Das führt zu einer ungewöhnlichen, aber wichtigen Realität: Athleten mit Weltcup-Punkten und sehr guten Ergebnissen können trotzdem nicht nach Italien fahren, weil ihr Land bereits voll besetzt ist.

Olympischen Winterspiele 2026

Halbpipe:

Die Halfpipe-Startfelder gelten als besonders stark besetzt. In der Frauen-Halfpipe haben Länder wie Japan, China und die USA ihre vollen Quotenplätze früh gefüllt, was zur Folge hat, dass einige technisch versierte Rider trotz ausreichender FIS-Punkte nicht an den Start gehen können, weil ihre Nation bereits die maximale Anzahl an Startern nominiert hat. Beispiele dafür sind Top-Fahrerinnen wie Ruki Tomita oder Qiu Leng, die aufgrund nationaler Beschränkungen nicht starten.

Auch im Männerbereich der Halfpipe ist die Konkurrenz extrem eng. Länder mit großer Tiefe im Talentpool, insbesondere Japan und die USA, haben mehr als vier Athleten mit hohen Punktzahlen. Sobald die Quote voll ist, fallen selbst große Namen der Wertung zum Opfer, weil sie nicht über ihr nationales Ranking hinaus starten dürfen.

X Games Aspen 2026
Scotty James bei den XGames 2026

Slopestyle & Big Air:

Noch härter trifft das Quota-System die Kombi-Disziplin Slopestyle & Big Air, weil beide in einem gemeinsamen Feld gewertet werden. Das bedeutet: Selbst Fahrer, die in beiden Disziplinen weltklasse Ergebnisse zeigen, können wegen eines Quotenlimits außen vor bleiben, wenn Nationen wie Japan, die USA oder Kanada ihre vier Plätze bereits besetzt haben.

In diesem Bereich sind mehrere bekannte Sportler betroffen, darunter Athleten wie Chris Corning, die zwar hohe Rankings besitzen, aber nicht nominiert werden können, weil ihre Nation mehr starke Reiter hat als Quotenplätze verfügbar sind.


Olympischen Winterspiele 2026

Der harte Kern des Olympischen Feldes

Auf der anderen Seite stehen jene Rider, die trotz dieser harten Umstände einen Platz im Finale erhalten haben. In der Frauen-Halfpipe gehören dazu etwa internationale Stars wie Rise Kudo, Sena Tomita oder Mitsuki Ono, ebenso wie die amerikanische Titelverteidigerin im Halfpipe, die bereits mehrfach Weltmeisterin geworden ist.

Auch im Slopestyle & Big Air stehen einige der größten Namen im Sport auf der Liste, darunter Kokomo Murase, Reira Iwabuchi (beide Japan), Mia Brookes (Großbritannien) und Anna Gasser (Österreich). Rider, die nicht nur olympisch qualifiziert sind, sondern auch zu den größten Medaillenanwärtern zählen.

AnnaGasser

Was das für Olympia bedeutet

Diese dynamische Lage zeigt, wie brutal eng die Konkurrenz im modernen Snowboarden geworden ist. Bei den Spielen in Milano-Cortina trifft nicht nur die Creme de la Creme aufeinander, sondern es findet ein regelrechter Kampf innerhalb der Nationen statt, um überhaupt einen Startplatz zu sichern. Athleten können also technisch gut genug und international erfolgreich sein und dennoch nicht bei Olympia starten:

Das ist eine der traurigeren, aber realen Folgen des Quota-Systems.

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