Snowboard Big Air ist einer der spektakulärsten und publikums-freundlichsten Wettbewerbe im olympischen Snowboardprogramm. Anders als bei Slopestyle, wo Rider einen ganzen Parcours mit Tricks absolvieren, geht es beim Big Air um einen einzigen, riesigen Sprung – und darum, dort einen der technisch anspruchsvollsten und am besten ausgeführten Tricks zu zeigen.
Was genau ist Snowboard Big Air?
Beim Big Air steuern die Athleten mit hoher Anfahrt eine große Schanze an und springen von einem massiven Kicker. In der Luft führen sie ihre Tricks aus, bevor sie sicher auf der Landung ankommen müssen. Dabei zählt nicht nur die reine Höhe des Sprungs, sondern vor allem die Kombination aus Schwierigkeit, Ausführung, Stil und sauberer Landung.
Big Air wurde erstmals bei den Olympischen Winterspielen 2018 in Pyeongchang als olympische Disziplin eingeführt und ist seitdem ein fester Bestandteil des Snowboard-Programms.

Wie ist der Wettkampf aufgebaut?
Bei Olympia bekommt jede:r Rider mehrere Läufe (typischerweise drei). Die Punkte der besten zwei Sprünge, die aus verschiedenen Trickrichtungen kommen müssen, werden für die Gesamtwertung addiert. So zeigt der Wettbewerb eine Mischung aus Technik, Kreativität und Athletik.
Die Bewertung basiert auf mehreren Kriterien:
- Schwierigkeit – Wie komplex ist der Trick, wie viele Rotationen oder Achsen werden kombiniert?
- Ausführung – Wie sauber ist die Rotation, ist die Körperkontrolle stabil?
- Amplitude – Wie hoch und weit geht der Jump?
- Landung – Eine saubere, kontrollierte Landung kann den Unterschied zwischen einer hohen und mittleren Punktzahl machen.
Judges analysieren dabei nicht nur die roten Zahlen eines Tricks, sondern auch Elemente wie Grabs, Achsen oder innovative Take-offs, die den Trick schwieriger und damit potenziell höher bewertet machen.
