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How to...

In your Face: ‚Ozone‘ in Kicking Horse

Wie man die bekanntesten Faces der Welt meistert, erklärt Freeride-Pro Siobhan Challis in der Serie 'In your Face'. Diesmal: 'Ozone' in Kanada.

Bis vor 12.000 Jahren war British Columbia komplett vergletschert. Noch heute hat die Region die kältesten und schneereichsten Winter, was für bessere Schneeverhältnisse als in den meisten anderen Gebirgsregionen dieser Welt sorgt. Durch die Eiszeit wurden zum Glück auch jede Menge Faces geformt, die die Speichelproduktion eines jeden Freeriders zum Maximalbetrieb zwingt. Einer dieser Leckerbissen liegt in Kicking Horse, unweit von Revelstoke. Das Ozone-Face wird von der Freeride World Tour jährlich als Tourstopp ausgewählt. Und das nicht ohne Grund: Der Hang ist steil, spielerisch, extrem und die Natur rund um Kicking Horse verspricht Bilder, die sich in jedem Medium gut verkaufen lassen. Wie auch du das Face am besten meistern kannst, liest du hier.

Zur Erinnerung: Für die Serie In your Face beschreibe ich die besten Lines für drei Freerider-Typen: den Soulsurfer, das Creative Bunch und den Mountaingoat. Wer sich wo zuzuordnen hat, erfährst du hier.

 

 

Lookers Left

Die ganz linke Line ist für Soulsurfer und Creative Bunches. Eine Schneewechte beim Einstieg lässt einem hier die kreative Freiheit, sich entweder einfach reinzudroppen oder den Run mit einem Trick zu starten. Bei meinem Contest-Run in Kicking Horse habe ich meine Line mit einem Cab 180 eröffnet. Anschließend geht’s weiter in ein großes Feld mit grandiosem Schnee. Hier stehen die Soulturns im Mittelpunkt und zaubern einem während des Fahrens ein großes Grinsen ins Gesicht. Anschließend folgen technischere Sektion. Man könnte, wenn man wirklich einfach einen Soulrun machen möchte, die Line in Talrichtung rechts gemütlich runterziehen. Ich bin damals in die 45° steile Rinne gefahren (Riders Left) und habe versucht den Mandatory Drop (der Ausstieg einer Rinne, der nicht anders zu bewältigen ist) so sicher wie möglich zu erwischen. Da man superschnell aus dem Sprung rauskommt, heißt es erstmal die Geschwindigkeit zu kontrollieren. Wenn man Bock hat, kann man das letzte Cliff am Ende der Line noch mit einpacken oder man genießt einfach das kanadische weiße Gold daneben.

Mitte

Die Lines in der Mitte des Bildes sind am spielerischsten. Daher sprechen sie den Creative Bunch am meisten an. Auch bei diesem Einstieg macht eine relativ hohe Wechte das Tricksen einfach. Viele der Jungs bei dem Contest sind mit Cab 540s oder schönen Dreiern ins Face gedropped. Die Line geht Lookers Left weiter zu einem drei Meter hohen Drop, der direkt zum nächsten Cliff führt. Hier kann man schöne Grabs raushauen oder – wer kann – auch einen Backflip mit einpacken. Anschließend geht’s entweder Lookers Left zu einem ziemlich massiven Cliffband, wo man den kleinen Sharks am Anfang des Bandes mit einem frühen Absprung aus dem Weg gehen muss, oder man fährt Lookers Right zu einer technischeren Sektion im Hang. Dort ist es wichtig, sich die Line besonders gut zu merken. Durch die Bäume durch verirrt man sich recht leicht. Das Cliff am Ende der Line muss mit der richtigen Geschwindigkeit gedropped werden. Hier fliegt man schnell mal zu weit und hat somit keine Chance den Drop ohne Buttcheck zu stehen.

Lookers Right

Die Lines für die Mountaingoats unter uns, die es dennoch spielerisch mögen. Die Line ganz rechts im Bild kann man in mehrere Ausgänge aufteilen. Der Anfang der Line ist relativ schwierig. An einer steinigen und steilen Stelle geht es darum, den Hang mit Kontrolle zu queren, um zum ersten Cliff zu kommen. Weiter geht’s zum zweiten Cliff, welches man einfach straight springen kann, flippen kann oder mit einem stylischen Stalefish hüpfen kann. Dann geht’s entweder in Richtung Lookers Left weiter (s. Foto), wo man den richtigen Einstieg finden muss, um das nächste Cliff zu erwischen. Hier hält man sich dann rechts von den Steinen und genießt den Auslauf mit einem kleinen Abstecher zu der Spine ganz unten im Bild. Oder man fährt Riders Left, um sich in die Gnar Zone schlechthin zu begeben. Hier ist die richtige Mischung aus Geschwindigkeit und Smartness der Schlüssel zum Erfolg – ist man zu schnell, hat man keine Chance die Rinne zu stehen, da sie unheimlich steil ist. Ist man zu langsam, bleibt man in den Steinen hängen und kann das kleine Cliff in der Rinne nicht optimal mitnehmen.

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