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Wie ergänzen sich Snowboard und Skateboard?

Warum viele Snowboarder auch eine gute Figur auf dem Skateboard machen und wie das Asphalt-Training auf dem Berg helfen kann.

Bretter, die die Welt bedeuten: Was für Schauspieler die hölzernen Dielen, sind für Funsportler Snowboard und Skateboard. Ein Leben ohne sie? Unvorstellbar! Allerdings reicht den wenigsten Brettsportlern eine einzige Bühne. Die meisten Snowboarder oder Surfer gehen mindestens noch skaten. Warum das so ist, weiß jedoch kaum jemand. Gleiches gilt für die Frage: Welche Gemeinsamkeiten und Unterschiede haben die Sportarten? Oder: Ist es für Snowboarder von Vorteil, wenn sie Skateboard fahren können? In diesem Text bringen wir Licht ins Dunkel.

 

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Merry Xmas! 🎅🏽🤟🏼 #santa #snowboarding 📱: @sunsetfilms

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Wie sich Skateboarden und Snowboarden entwickelte

Larry Stevenson, der Herausgeber des „Surf Guide“, war einer der ersten, der den brandneuen Trendsport Skateboarden promotete. 1963 brachte seine Firma „Makaha“ die ersten professionellen Bretter auf den Markt. In Kalifornien wurde zu dieser Zeit hauptsächlich auf Straßen und Bürgersteigen geskatet, vereinzelte stiegen auf das Skaten in leeren Swimmigpools um. Trotzdem erlebte der Sport nur wenige Monate später eine Riesen-Flaute und konnte erst über zehn Jahre später so richtig durchstarten, als in Amerika die ersten Skateparks gebaut wurden. Als Tony Hawk in 1982 seinen ersten Contest in der „Del Mar Skate Ranch“ gewann, sahen Hersteller wie Santa Cruz, Powell Peralta und Tracker eine vielversprechende Zukunft im Skatesport. Die Boards wurden perfektioniert und die ersten professionellen Rampen hergestellt. Der Durchbruch war geschafft.

Die Wurzeln des Snowboardens liegen ebenfalls im Surfsport. In den Sechziger Jahren entwickelte der Amerikaner Sherwin Popper die Idee, den Surfsport auch auf den Winter auszuweiten. Zusammen mit einem Hersteller für Bowlingkugeln, der ihm Material zur Verfügung stellte und ihn auch finanziell unterstützte, entwickelte er das Schneesurfen. Der „Snurfer“ war geboren. In seiner Form entsprach dieses Produkt eher dem Surfboard, nur, dass es etwas kleiner war. Der „Snurfer“ fand hauptsächlich bei der jungen Generation Anklang und einige sahen den „Snurfer“ als unkontrollierbare Gefahrenquelle, weshalb er sich auf dem Markt nicht lange halten konnte. Erst Mitte der Siebziger Jahre, als Jake Burton sich mit der Entwicklung des Snowboards auf Basis der Ski-Bauweise beschäftigte, gelangte das erste richtige Snowboard auf den Markt. Was dann passierte, sollte jedem hier bekannt sein.

Skate-Legende Tony Hawk

Was haben Skate- und Snowboard gemeinsam?

Beide Sportarten kommen vom Surfen und die Balance sowie der Spaß stehen im Vordergrund. Skateboarden und Snowboarden sind dennoch zwei verschiedene Paar Schuhe. Das erkennt man vor allen Dingen an der Bewegung des Oberkörpers. Beim Snowboarden dreht man die Kurve um den vorderen Fuß. Beim Skateboarden leitet man den Turn hingegen mit beiden Füßen gleichmäßig belastend ein.

Auf Schnee sind die Füße dank Bindungen fest am Brett. Das heißt, alles, was der Körper macht, macht das Brett auch. Ein Beispiel: Du stehst am Berg und breitest die Arme aus. Ergeben Brett und Arme ein Minus, fährst du geradeaus. Drehst du deinen Oberkörper so, dass Brett und Arme ein Plus ergeben, machst du automatisch eine Kurve. Beim Skaten müssen diese Bewegungen präziser angegangen werden, da das Brett „lose“ ist, aber trotzdem nicht vom Körper getrennt werden darf.

Gleich ist bei beiden Sportarten, dass sie extreme Körperbeherrschung, eine gewisse Grundfitness und jede Menge Disziplin erfordern. Jeder, der mal mit Snowboarden oder Skateboarden anfing, kann sich gut erinnern, wie hart die ersten Stunden waren und wie häufig er sich auf dem Boden lang machte. Doch haben beide Sportarten die Macht, einem trotz zahlreicher Rückschläge das breiteste Grinsen aller Zeiten ins Gesicht zu zaubern und absolut süchtig zu machen. Alleine diese Erfahrung hilft Skateboardern, wenn sie sich das erste Mal aufs Snowboard stellen.

 

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My first time snowboarding, 1982. No ski resorts would let us in with these contraptions, so we drove to Baldy and found some epic pow on the side of the road. Bungee cords + Sorels = full send.

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Hilft es, wenn man als Snowboarder Skateboard fahren kann?

Der größte Vorteil, den man durch das Betreiben mehrerer Brettsportarten genießt, ist die Tatsache, dass man bereits an die Grundposition, den Stand, gewöhnt ist. Außerdem hat man bereits das Wissen, ob der linke oder der rechte Fuß vorne steht (Regular oder Goofy). Während du beim Skaten mit diesem Know-how gleich lospushen kannst, musst du beim Snowboarden noch auf den richtige Stance achten. Der Stance hängt von mehreren Faktoren ab. Körpergröße, Brettlänge und was man mit dem Brett machen will. Hier eine Formel, um den optimalen Stance auszurechnen: Korpergröße * 0.33. Gemessen wird vom Zentrum der Snowboardbindung aus.

Da Snowboarder fest in der Bindung festgezurrt sind, gibt der Kopf nach ein paar Bruchlandungenden den Widerstand von alleine auf, die Brust zum Tal zu drehen und gewöhnt sich an das Fahren in Seitwärtsposition. Auf dem Skateboard hält euch allerdings nichts an dem Brett, außer festes Schuhwerk, welches auf einem Griptape steht. Sich an das Seitwärtsfahren auf dem Skateboard zu gewöhnen, ist somit wesentlich anspruchsvoller. Umso besser für Snowboarder, wenn sie diese Angst durch das Skaten bereits verloren haben.

 

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🤘🏻

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Doch auch fortgeschrittene Shredder profitieren davon, wenn sie aus dem Skatesport kommen. Schließlich ist das Gefühl für Sprünge und Landungen deutlich besser. Wer mit dem Skateboard easy in der Halfpipe unterwegs ist, wird auch im Snowpark keine großen Startschwierigkeiten haben. Deutlich weniger relevant, aber nicht zu vernachlässigen, ist auch das ähnliche Verhalten beider Sportszenen. Ist man Skater und Snowboarder in Personalunion, wird man garantiert keine Probleme haben, neue Kontakte zu knüpfen und sich schnell in fremden Szenen zurecht zu finden. Zu guter Letzt gibt das Skateboard vielen Shredheads im Sommer die Möglichkeit, auch ohne Schnee das Brettgefühl nicht zu verlieren und einzelne Moves zu lernen oder zu verbessern.

Foto: Red Bull Content Pool

Auch wenn Snowboarden und Skateboarden unterschiedliche Sportarten sind und in entscheidenen Punkten alles andere als ähnlich, ergänzen sie sich perfekt, sowohl für Einsteiger als auch Fortgeschrittene oder Profis. Alle Snowboarder, die die vier Rollen bisher gemieden haben, sollten Ernsthaft über eine Anschaffung nachdenken. Es wird der Performance am Berg gut tun!

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