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Snowboarden für Anfänger: 10 Tipps für deinen ersten Snowboard-Urlaub

Snowboarden für Anfänger ist nicht immer einfach - mit unseren Tipps wird es aber bestimmt ein wenig leichter!

Für die meisten Menschen kann die erste Erfahrung auf Schnee ein einschüchterndes Erlebnis sein. Die Berge können kalt sein und die Bedingungen können auch schon mal auf’s Gemüt schlagen. Dazu kommen noch andere Körper, die in High-Speed an einem vorbeizischen. Kein Wunder, dass sich viele Beginner-Snowboarder an die Beginnerpisten klammern, wie Faultiere an einen Ast, oder einfach gleich in teuren Berg-Restaurants bleiben und überteuerten Kakao trinken.

Es gibt eine ganze Reihe ungeschriebener Regeln, die du wahrscheinlich nicht kennst, bis du sie brichst und ein wütender Einheimischer dir einen ordentlichen Spray im Vorbeifahren verpasst.

“Es gibt eine ganze Reihe ungeschriebener Regeln, die du wahrscheinlich nicht kennst, bis du sie brichst und ein wütender Einheimischer dir einen ordentlichen Spray im Vorbeifahren verpasst”

Aber das muss natürlich nicht so sein! Wir sind natürlich der Meinung, dass Snowboarden der SHIT ist – und genauso sollte das auch jeder andere sehen. Jeder muss irgendwo anfangen, sogar der supercoole Einheimische.

Wir haben eine kurze Liste von hilfreichen Tipps zusammengestellt, um es dir ein bisschen einfacher zu machen, sodass du dich sicher fühlen kannst, wenn du die Pisten das erste Mal in Angriff nimmst.

Zwiebel(look), mjam.

Snowboarden ist wie eine Zwiebel – Hauptsache mehrere Lagen

Das Erste, das Uneingeweihten in den Kopf schießt, wenn sie an die Berge denken, ist die Kälte. Sie haben damit natürlich Recht, was du aber nicht realisierst, bis du fast zusammenklappst, weil du um 10 Uhr Morgens zwei T-Shirts und einen Hoodie unter einer Daunenjacke trägst, während du ziemlich heftiges Work-out machst.

Alles, was du brauchst, ist eine gute Baumwoll Thermo-Unterwäsche (nicht aus Baumwolle) und eine leichte aber wasserdichte Jacke. Vielleicht ein Hoodie im Rucksack, falls die Temperaturen sinken. Wir sagen keine Baumwolle, weil Polyester oder Merino den Schweiß nicht aufsaugt, deshalb kann es in der Kälte nicht gefrieren, um dich so noch mehr abzukühlen.

Nicht unbedingt ideal…

Handschuhe und Hose

Einen Fehler, den wir oft sehen, ist, dass die Leute ihr Budget für eine gut aussehende Jacke ausgeben, bei Handschuhe und Hose jedoch sparen. Wenn du das erste Mal auf dem Brett stehst, wirst du deinen Hintern sehr oft aus dem Schnee hieven müssen.

Billige Handschuhe werden sich sofort mit Nässe aufsaugen und Hosen mit weniger als 10k Wasserdichte werden komplett nutzlos. Gib dein Geld besser dafür aus, und kauf dir erst für den nächsten Trip eine Pimp Jacke.

Ausborgen ist gar nicht so schlecht.

Ausborgen, nicht kaufen

Wenn du dich mit der richtigen Outerwear ausgerüstet hast, ist es der nächste logische Schritt, dir auch ein Board zuzulegen. Aber wenn du dir absolut sicher bist, einen guten Teil deines Lebens dem Snowboarden zu widmen, tut es fürs Erste auch ein Leihbrett. In manchen Shops in Skigebieten kannst du dir aktuelle Produkte ausleihen, womit du dann wahrscheinlich besser dran bist, als dein Kumpel mit seinem fünf Jahre altem Brett.

Wenn du wirklich Geld für eine Ausrüstung ausgeben willst, solltest du zuerst an Boots denken. Am Besten ist, wenn du sie dir in einem ordentlichen Snowboard-Outlet besorgst und dir die Shop Crew dabei hilft, einen Boot zu finden, der zu deinem Riding passt.

Goofy oder Regular?

Regular oder Goofy?

Wenn du eine Ausrüstung ausborgst, werden dir die Mitarbeiter dabei helfen dir die richtige Ausrüstung zu geben. Normalerweise fragen sie dich zuerst, ob du ‘Regular’ oder ‘Goofy’ fährst – das ist kein bizarrer Drogen-Slang, sondern das erste an Snowboard-Lingo, dass du auf dem Berg zu hören bekommst.

Alles, was sie damit wissen wollen ist, ob du mit dem linken oder dem rechten Fuß voran fährst – links ist Regular, rechts ist Goofy. Wie du das weißt, wenn du vorher noch nie snowboarden warst? Stell dir vor, du ziehst ein Paar Jeans an, welchen Fuß steckst du zuerst rein? Zu 99 Prozent ist das der Fuß, der vorne ans Board montiert wird.

Andere gute Wege das herauszufinden ist, schnell durch die Tür zu gehen (die vordere Schulter ist dein vorderer Fuß) oder in eine defensive Box-Stellung zu gehen (achte darauf, welcher Fuß nach vor geht).

Mehr über Regular vs. Goofy erfährst du hier:

Nochmal ein bisschen unangenehmer, wenn man dabei auch seine Mitmenschen niedermäht.

Die Regeln auf der Piste

Die wichtigste Regel, die es auf der Piste zu befolgen gilt ist, dass jeder bergab unter dir Vorrang hat. Wenn du in jemanden reinfährst, der tiefer steht als du, ist es deine Schuld.

Genauso hast du den Vorrang über jeden, der über dir am Berg steht, was aber nicht bedeutet, dass diese Leute deine Gedanken lesen können und wissen, wohin du dich bewegst. Hast du vor, einen Turn quer über die ganze Piste zu machen? Vielleicht siehst du besser mal hinter dir nach, ob du freie Bahn hast, sowie als würdest du beim Autofahren Spur wechseln.

 

Nicht so ganz..

Liftschlangen-Management

Das erste Mal Ein- und Aussteigen ist beim Sessellift ein Alptraum für sich allein, einer, bei dem du vielleicht vorher Rat von Jemanden holen solltest, der sich damit ein bisschen auskennt. Wenn du aber das zögerliche Hinsetzen und Aufstehen einigermaßen hinbekommst, ist es Zeit, etwas im Voraus zu planen.

Es gibt eine simple Regel: Goofy Rider links, Regular Rider rechts. Skifahrer in die Mitte, wenn sie schon unbedingt mitfahren müssen. Das bewahrt die Boards davor, sich zu überkreuzen und ineinander zu verfangen, was nur dazu führt, dass die Prozedur in unangenehme Längen gezogen wird, sobald der Lift am Ziel angekommen ist.

 

Übung macht den Meister.

Wie man auf dem Snowboard mit dem Tellerlift fährt

Das wahrscheinlich beängstigendste Hindernis, dass vor jedem Anfänger steht, ist der gefürchtete Tellerlift. Das Problem ist, dass sie von Skifahrern für Skifahrer gebaut wurden, ziemlich sadistische Exemplare um genauer zu sein, und nicht für Snowboarder.

Für den Anfang ist es am Besten deinen hinteren Fuß aus der Bindung zu nehmen und das Board parallel in die Richtung, in die du fahren wirst, zu stellen. Wenn du komfortable stehst, schnapp dir den Lift, wenn er vorbeizieht und platziere ihn in einer flüssigen Bewegung zwischen deine Beine. Es wird zuerst einen Ruck geben, wenn du beginnst, dich zu bewegen und möglicherweise noch ein paar mehr, wenn du zu schnell wirst und der Lift erst nachkommen muss. Bereite dich also darauf vor und beobachte, wie die anderen es machen.

Wenn du in Bewegung bist, ist die Versuchung groß den Teller wie einen Sitz zu benutzen, es ist aber viel mehr wie einer dieser Vandalismusgesicherten Anlehnstühle, die man an Bus Haltestellen findet. Lass den Lift Druck auf dich ausüben, nicht andersrum.

Auf dem Weg hinauf ist es verlockend, die Kanten zu benutzen, um so gerade wie möglich zu fahren, das bringt dich aber nur in Gefahr zu verkanten und fallen. Lass die Base flach und lass den Lift die Arbeit machen – leichte Schlangelinien fahren hat noch niemandem geschlagen.

 

Es wird schon werden. Foto: Thrashmore

Skaten

Wenn du schonmal ein Skateboard gefahren bist, ist es wahrscheinlich, dass du mit deinem Hinterfuß vorne gepusht hast, während dein vorderer Fuß am Brett blieb. Um im Flachen voranzukommen, wirst du manchmal deinen Fuß aus der Bindung nehmen müssen und obwohl die Versuchung groß ist, es wie beim Skateboarden zu handhaben, gibt es einen wesentlichen Unterschied:

Push mit deinem Hinterfuß hinter dir. Zuerst wird sich das unnatürlich anfühlen, aber du wirst dich bald daran gewöhnen. Dein vorderer Fuß wird in der Bindung sitzen, wenn du dann vorne pushst belastet das deine Knie und ist nicht sehr effizient.

 

Nick Visconti ist die Ausnahme der Regel.
Nick Visconti ist die Ausnahme der Regel.

Verlier dein Snowboard nicht

Das absolute Schlimmste, dass auf einem Snowboard Trip passieren kann ist, abgesehen von einem bösen Unfall, wenn dein Snowboard in Höchstgeschwindigkeit den Berg ohne dich runterbrettert. Snowboards haben die Tendenz dazu bergab zu rauschen, egal ob sie an den dazugehörigen Menschen befestigt sind, oder nicht. Klassische Physik, passiert einfach.

Wenn du das Board nicht angeschnallt hast, leg es in den Schnee mit den Bindungen nach unten, parallel zum Berg. Fertig.

 

Benoit Thomas-Javid. Foto: Jerome Tanon

Der letzte Ratschlag, den wir hier erteilen ist: einfach machen.

Egal, ob es deine ersten Turns auf der Piste sind, der Beginn einer lebenslangen Powder-Liebe oder der Angriff auf ein neues Park Feature, Geschwindigkeit ist dein Freund. Die meisten Unfälle wie verkanten passieren, wenn du quer zum Hang stehst und versuchst die Schwerkraft zu bekämpfen.

Wirf deine Hemmungen weg und verlier dich in der Geschwindigkeit. Natürlich wirst du fallen und dir vielleicht auch mal weh tun, aber vertraue uns – das ist es wert.

Willkommen im Snowboarden, wir freuen uns dich hier begrüßen zu dürfen.

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