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Eine Liebeserklärung an den Method

Den Method gibt es fast so lange wie das Snowboarden selber. Trotzdem ist er immer noch einer der aktuellsten und wichtigsten Tricks, findet Patrick Rauter.

Aufmacherfoto: GNU Snowboards, Dominic Zimmermann

Wieso wird der Method immer noch gerne auf Titelseiten und Postern abgebildet? Wieso bekommt Nicolas Müller zahlreiche Likes, wenn er seinen tausendsten Method ins Netz stellt? Wieso ist gerade dieser Trick so einzigartig? Kurz gesagt, weil er geil ausschaut! Aber die richtige Antwort ist etwas komplexer.

Einer der legendärsten Methods, der zweifellos über den Skate- und Surfbackground seines Inhabers Auskunft gibt, ist jener von Jamie Lynn. Es gibt sogar eine eigene Facebookseite, die Jamie Lynns Methods huldigt. Und dann gibt es natürlich Nicolas Müller, den Godfather of Methods. Kaum ein Method wird so häufig abgedruckt wie der von Müllair (siehe oben). Allerdings unterscheiden sich diese zwei Vorzeige-Methods von Jamie und Nicolas massiv. Man kann sie nicht miteinander vergleichen. Und doch würde kein Snowboarder der Welt es wagen zu behaupten, dass einer der beiden Methods besser oder stylisher sei als der andere. Genau das macht den Trick im wahrsten Sinne des Wortes einzigartig.

Als damals Ingemar Backman auf sämtlichen Titelseiten zu finden war, lag das nicht nur an der enormen Höhe seines Methods, sondern auch daran, dass er ihn perfekt stylen konnte. Ein Michal-Chuck wäre ohne Zweifel spektakulärer gewesen, aber er hätte niemals diesen Impact auf die Snowboard-Szene und darüber hinaus gehabt.

Dabei gibt es nicht wenige Rider, die einen Method technisch einwandfrei ausführen können. Trotzdem wirken sie dabei irgendwie roboterhaft und es kommt nicht das richtige Feeling rüber. Es fehlt der Float.

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Patrick Rauter, der Autor des Textes, haut selber beachtliche Methods raus… Foto: Florian Hipp

Das Schwierige an einem Method ist nämlich seine Einfachheit. Klingt erst mal paradox, ist aber so; man fährt an, drückt sich ab, lässt Board und Hand in der Luft zusammenfinden, stylt und landet. Hier ist keine große Vorrotation oder Kopf-Über-Phase notwendig. Der Method ist simpel und doch ein zeitloser Klassiker. Nicht die Technik steht im Vordergrund – wie es bei modernen Tricks der Fall ist –, sondern der Style.

Ein Method verrät außerdem sehr viel über die Persönlichkeit des Fahrers. Rider, die einen absolut unverwechselbaren Method ihr Eigen nennen dürfen, sind Steve Gruber, Gigi Rüf, Terje Haakonsen, Pat Moore oder Mark Landvik. Selbst Jibber, die man für ihre technische Finesse auf der Straße bewundert à la Louif Paradis, Chris Bradshaw, Eiki Helgason oder Marc Swoboda kultivieren ihre Methods und packen diesen hin und wieder auch in urbanen Gefilden aus. Die Style-Ikone Devun Walsh gab vor Jahren sogar einen Tricktipp für einen Switch Method und stompt diesen auch gerne mal mit viel Style über ein fettes Cliff tief im Backcountry. Dieser Trick würde ihn wahrscheinlich auf keinem FIS-Contest weit nach vorne bringen, doch jeder erfahrene Shredder wird voller Anerkennung nickend zustimmen, dass ein Switch Method – schön ausgeführt und noch dazu im Powder gelandet – wohl zu den komplexesten Tricks überhaupt gehört. Real recognizes real!

Im Mikrokosmos des Snowboardings kommen und gehen die Trends, Style ist und bleibt subjektiv, aber der Method wird wohl auch noch in zehn bis 20 Jahren die Cover von diversen Mags schmücken – und dies zurecht. Der Method ist einfach die trickgewordene Essenz des Snowboardings.

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