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Chill and Destroy Tour 2010

Bei traumhaften Königswetter und bester „Summercamp-T-Shirt-Stimmung“ trafen sich am vergangenen Samstag zahlreiche Snowboarder zum „Take-Off“ der siebten Chill and Destroy-Tour. Bei diesem Event ging es immerhin um drei TTR-Sterne sowie Cash- und Sachpreise im Wert von 5.000,- US-Dollar.

Trotz zahlreicher Konkurrenzveranstaltungen fanden über vierzig Rider in den hervorragend geshapeten Ehrwalder Funpark. Das Setup bestand aus einer Kicker-Line mit zwei massiven Kickern von jeweils über 17m Tablelänge. Der anschliessende Railpark war so angeordnet, dass man auf jeden Fall immer drei bis vier Obstacles hintereinander in einem flüssigen Run fahren konnte. Die Obstacles alle aufzuzählen würde den Rahmen des Textes sprengen, aber unter www.betterparks.at könnt ihr euch selbst ein Bild machen.

Viele namhafte Rider gaben sich die Ehre. So fanden sich neben „Ästhetiker“ Rudi Kröll, die letztjährigen CaD-Tourgewinner Pauli Dreher (AUT) und Max Glatzl (AUT) ebenso in Ehrwald ein, wie auch die Deutschen CaD-Gewinner Friedl May und Jonel Fricke. Auch eine grosse Schweizer Delegation gab sich die Ehre. Neben Bastian Jauslin, waren auch Deniz Cinek, Raphael Nerz, Roger Schuler, Patrick Müller und Patrick Habegger angereist. Den „Sack der Internationalität“ machte letztendlich Christopher Knightley aus England zu und bewies mit seinen 900er-Combo-Runs, dass es auch auf der Insel richtig gute Snowboarder gibt. Angeführt wurden die Qualis von der „Chillertaler Shred-Kanone“ Florian Heim (FS 1080 Indy to BS 540 Shifty). Knapp dahinter lauerten Philipp Frötscher (AUT, FS 720 BS Grab to BS 900 Mute) und Paul Dreher aus Dornbirn (AUT, Cab 900 Indy to BS 900 – Revert).

Bei den Kids sah es bereits in der Quali ganz nach einem Zweikampf zwischen Philipp Kundratitz (AUT, Best Run: Straight Air Nosegrab to BS 540 Melon) und dem deutschen Linus Birkendahl (Best Run: Straight Air Nosegrab to FS Inverted 540) aus. Erwähnenswert sind hier aber auch die Gebrüder Tobi (10 Jahre) und Max Grünwald (8 Jahre) aus Oberammergau. Diese beiden sympathischen „Mini-Shreds“ sorgten mit ihrem erstaunlich progressiven Riding, vor allem an den Obstacles, für einige offene Münder – sowohl bei den Judges, als auch bei den Zuschauern. Für das Finale hat es am Samstag leider noch nicht gereicht, aber es schaut so aus, als würde da gerade wieder ein aussichtsreicher deutscher Snowboard-Nachwuchs heranwachsen…



Fotos: Andreas Mohaupt

In einem hochklassigen Finale zeigten die Protagonisten, dass es hier um einiges ging. So liessen sie sich über die Kicker und Obstacles, als ob es kein Morgen gäbe. Die Judges um Matty Meier und „VIP-Guest-Judge“ Flo Achenreiner hatten alle Hände voll zu tun, damit es zu einem reibungslosen Ablauf kommen konnte.

Ursprünglich sollten die besten zehn Männer ins Finale kommen. Da es jedoch punktemässig um den Zehnten Platz herum sehr knapp zuging, wurden kurzerhand die Besten 13 Rider aus der Qualifikation, sowie die besten drei Kids vom Moderatoren-Dreigestirn Anne Bold, Flo Akimbiyi und Harry Döpfert mit flotten Sprüchen zum Start beordert.

Die Kids wuchsen im Finale über sich hinaus und zeigten schöne Rotations an den Kickern. Dabei
war Philipp Kundratitz an diesem Tag einfach der beste „Rookie“ und holte sich mit einen schönen FS 540 Indy und einem sicheren Railrun den ersten Platz und damit einen Scheck über 500 US-Dollar ab. Linus Birkendahl zeigte in seinem besten Run einen BS 360 Indy am ersten Kicker und auch was der Junge im Railpark zum besten gab, konnte sich durchaus sehen lassen. Immerhin gab es dafür einen Scheck über 250 US-Dollar. Platz Drei ging an Roland Hörtnagl (AUT) der zwar im Finale verletzt ausschied, sich jedoch nicht nehmen liess, seinen „100-Bucks-Scheck“ persönlich und humpelnd bei der Siegerehrung abzuholen. Gute Besserung auf diesem Wege!

Im Finale der Herren wurden zwei Runs gefahren, von denen der Bessere zählte. Somit war ein Fehlschuss erlaubt. Dementsprechend hoch war das Niveau. Vor zwei Jahren noch wäre Bastian Jauslin mit seiner Cab 540 Indy to BS 720 Indy–Kombination noch ein aussichtsreicher Kandidat für den Sieg gewesen. Alles sauber hingestellt und auch im Railpark keine groben Schnitzer erlaubt. Aber am Samstag reichte dieser Run nur für den zehnten Platz. Ebenso erging es Raphael Nerz mit einer „Switch BS 540 Indy to FS 900 Indy–Combo“. Florian Heim kam im Finale leider nicht mehr mit den frisch nachgeshapeten Kickern zurecht und landete „nur“ auf Platz acht, hinter Paul Dreher (Cab 540 to BS 720). Auch Philipp Frötscher fehlte nach dem Reshape etwas die Sicherheit und so konnte er seinen FS 1260 nach einem sehenswerten BS 720 Melongrab nicht stehen und landete nur auf dem sechsten Platz.



Fotos: Andreas Mohaupt


Fotos: Andreas Mohaupt

Die einzige deutsche Hoffnung im Finale Friedl May enttäuschte nicht (Best Run: BS 720 Melon und FS 720 Tailgrab) und bestätigte seine Top-Form mit Platz fünf in diesem erstklassigen Fahrerfeld. Deniz Chinek konnte sich als Vierter über einen 100-Dollar-Scheck freuen. Somit wurden die Spritkosten zumindest wieder reingeholt. Die Phalanx der Slopestyle-Krieger auf dem „Stockerl“ bildeten drei Österreicher. Patrick Wöhrle (3. Platz) griff dabei ganz tief in die Trickkiste und begeisterte mit einer smoothen FS 720 Indy to BS Rodeo 540-Kombination. Routinier Rudei Kröll zeigte, dass man auch als frischgebackener „Daddy“ Snowboarden auf höchstem Niveau zeigen kann. Jedenfalls waren beide Finalruns von ihm sehens- und deshalb auch 500 US-Dollar wert (Best Run: Cab 900 Indy to FS 720). Der Gewinner des CaD-Take-Offs in Ehrwald heisst Janosz Piotr (POL). Er hat bewiesen, dass man auch in „Slim-Pants“ eine gute Figur machen kann und mit viel Style, soliden Railtricks und technischen Kicker-Snowboarding (Best Run: Switch BS 720 Indy to Cab 720 Indy) 1.000 US-Dollar mit nach Hause nehmen kann.

Weitere Infos und die restlichen Tourtermine findet ihr hier.

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