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So fährst du sicher und schnell durch Wälder

Sylvain Bourbousson bereitet sich auf den Drop in Les Crosets for. Foto: Matt Georges

Wenn der Schnee weich und tief ist, ist eines der besten Dinge, die man überhaupt tun kann, durch die Bäume zu heizen und ist außerdem eine großartige Alternative zu höher gelegenem alpinen Snowboarden an schlecht Wetter Tagen.

Der Schnee zwischen den Bäumen bleibt länger ungefahren und rutscht viel weniger weg, was dir erlaubt, dich von den Menschenmassen zu entfernen.

Hier haben wir ein paar Tips, bevor ihr das Snowboard anschnallt und euch auf durch die Bäume macht:

Text: Sam Oetiker

Gigi Rüf kennt den tiefen Shit schon ganz gut.

Finde die Tiefe des Schnees heraus

Eines der Dinge, an die man denken muss, bevor man das erste mal in ein Waldstück eindroppt, ist die Tiefe des Schnees. Früh in der Saison kann es ja kann schön gefährlich werden, wenn gefällte Bäume und Steine nur knapp unter der Oberfläche liegen.

Als generelle Regel gilt, wenn du vor dem 1. Jänner shredden gehst, geh auf Nummer sicher fahr leicht, mit mehr Gewicht auf dem hinteren Fuß um das Risiko zu reduzieren, mit der Nose stecken zu bleiben, und halte dich von komischen Klumpen ‘Schnee’ fern, bei denen du bald sehen wirst, dass sie weder so tief noch weich sind, wie sie vielleicht erscheinen mögen..

In diesen Bäumen will man eher nicht verloren gehen. Sebi Geiger shreddet in seiner Hood, Silvretta Montafon. Foto: Christoph Schöch.

Stell dich auf Neigung und Baumdichte ein

Da Bäume die Topographie des Bodens, auf dem sie stehen, verhüllen, ist es so gut unmöglich, genau zu wissen, wie das Terrain aussehen wird.

Wenn man die Bereiche auf den Seiten der Bäume kennt, gibt das einen guten Indikator über den Rest. Eine steilere Piste wird deinem Board zu mehr Float verhelfen, womit du leicht über dem Powder bleibst, aber dafür musst du auch schneller reagieren und Turns ziehen, was mehr Können verlangt. Flachere Teile sind gemütlicher wenn es an’s Turnen geht, zwingen dich aber dazu besser kalkulierte Terrain und Geschwindigkeitsentscheidung zu treffen, sodass nicht im Flachen stecken bleibst.

Die Baumdichte ist ein weiterer Punkt, den es zu durchschauen gilt, da sehr eng stehende Bäume besseres Timing und Koordination erfordern. Manche Resorts bieten spezielle Runs, bei denen Bäume aus dem Wald umgepflanzt werden, um so die Durchfahrt zu erleichtern.

Lass dich von den Baumstämmen nicht dazu verleiten, auf sie zuzufahren, sondern konzentriere dich auf die Räume dazwischen. Foto: Jerome Tanon

Konzentriere dich auf die Lücken zwischen den Bäumen

Wenn du erstmal zwischen den Bäumen bist, ist einer der besten Tipps, die wir dir geben können, um deine Technik zu verbessern und den richtigen Rhythmus zu finden ist dich auf die Zwischenräume der Bäume zu konzentrieren, anstatt auf die Stämme selbst.

Als generelle Regel gilt, wo du hinsiehst, ist wo du hinfährst, also wird es dir helfen, dich auf die Räume zwischen den Bäumen zu konzentrieren und so deine Turns im Voraus zu planen. Wenn der Schnee tief ist, versuche in Bewegung zu bleiben und halt nur an Spots, von denen du sicher sein kannst, dass du leicht wieder wegkommst.

Gegen Bäume zu fahren ist scheisse. Du kannst der größte Bäume umarmende Hippie der Welt sein, aber wie du herausfinden wirst (wenn du das nicht sowieso schon getan hast) umarmen sie dich auf jeden Fall mal nicht zurück. Versuche der Versuchung zu widerstehen, nach ihnen zu greifen, denn 9.5 von 10 mal sind sie härter als du denkst.

Endlose Pillows! Antti Autti cruised die Bäume in Tamok. Foto: Rafi Hanafi.

Kenne den Punkt, an dem du den Wald verlässt

Es ist immer eine gute Idee, zu wissen, wo man aus besagtem Wald wieder herauspoppt. Ob das eine andere Piste ist, oder ein dir bekannter Ort im Backcountry ist, du solltest eine solide Idee darüber haben, wo du versuchst hinzukommen, anstatt einfach blind drauflos zu fahren.

Es gibt nichts schlimmeres, als sich so auf den Run zu konzentrieren, dass du viel weiter unten ankommst, als geplant – was dann oft darin resultiert, dass du wieder hoch hiken musst, oder im besten Fall eine ungewollte Busfahrt zurück in den Ort machst.

Mit jemandem unterwegs zu sein, der die Gegend kennt, ist ein großer Bonus, wenn dir das Terrain noch unbekannt ist – geh einfach auf Nummer sicher, dass derjenige ein kleines bisschen mehr Ahnung hat, als du!

Mit einem Buddy zu fahren, ist immer besser, als alleine. Und in den Bäumen kann dir das dein Leben retten. Victor Daviet und Thomas Delfino. Foto: Matt Georges

Wenn der Schnee tief ist, achte auf die Gefahren von Baumsenkungen und fahr gemeinsam mit einem Buddy

Wenn du Glück hast und guten Powder auf deinem Trip erwischt hast, und du außerdem weißt, dass es auch schon früher in der Saison dort ordentlich Schnee hatte, ist es wichtig, über die Gefahren von Baumsenkungen Bescheid zu wissen.

Sie sind die am meisten verbreitete Form um immergrüne Zapfenbäumen, die ihre Blätter das gesamte Jahr über halten, und sind Bereiche um die Basis des Stamms, wo der Schnee trügerisch dick sein kann, aber viel weniger dicht ist.

Die Kontrolle zu verlieren und mit dem Kopf voraus in leichten Schnee um Bäume zu fallen ist eine reale Gefahr, und den Stamm so zu treffen, kann dazu führen, dass Schnee von den Ästen fällt und den Rider weiter zuschütten. Eine signifikante Anzahl an Menschen stirbt jedes Jahr an Erstickung in solchen Baumsenkungen.

Wenn du Glück hast und der Schnee so gut ist, dass Baumsenkungen ein ernstes Risiko bergen, fahr immer gemeinsam mit einem Buddy und bleibt in konstanter Kommunikation, während ihr Faceshots sammelt.

Halte Ausschau nach auffälligen Lichtungen und anderen natürlichen Featuren, die dir als Referenzpunkte dienen können. Eero Ettala mit einem Bilderbuch-Method in Japan. Foto: Cole Barash

Orientiere dich an Referenzpunkten

Versuche Orientierungspunkte auszumachen, während du durch die Bäume fährst, sodass du, wenn du zurück in diese Zone kommst, weißt, wo es lang geht.

Kleine Klippen, Täler und Lichtungen in den Bäumen können alle als Referenzpunkte benutzt werden, währen du cruised.

Antti Autti fetzt durch einen offenen Fleck von Bäumen in Hakkaisan, Japan. Foto: Teemu Lahtinen

Sei schnell!

Wenn du dir mal Leute wie Travis Rice oder Bryan Iguchi angesehen hast, wie sie durch die Bäume schießen, siehst du, dass sie alle eines gemeinsam haben – sie fahren schnell, mit großartigem Flow und sehr wenigen Pausen.

Während wenige von uns jemals gar so viele Stunden in den Bäumen verbringen werden, wie die Jungs, zu denen wir aufschauen, können wir trotzdem versuchen, so wie sie zu fahren. Wenn du Run für Run dein Selbstbewusstsein und deine Technik aufpolierst, wirst du schon bald durch die Bäume gleiten, als hättest du im Leben noch nichts anderes getan.

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