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Diese Dinge sollten in deinem ersten Snowboard Urlaub nicht fehlen

Clever packen

Du hast nun endlich den Schritt gewagt und deinen ersten Snowboard-Urlaub gebucht?! Super! Glückwunsch! Nun ist die halbe Miete für den perfekten Trip von schneebedeckten und sonnigen Hängen, leckeren Kaiserschmarrn, Après-Party mit Absturz….ähhh wir meinten natürlich mit „toller Abendstimmung“ schon fast erledigt. Aber auch nur fast! Denn jetzt wird bei dir wahrscheinlich die Frage aufkommen, was zum Teufel man denn eigentlich mitnehmen muss, um mit der richtigen Snowboard-Ausrüstung auf der Piste zu stehen??? Bevor die Fragezeichen in deinem Kopf Überhand nehmen und du womöglich noch einen Nervenzusammenbruch erleiden musst, verschaffen wir dir Abhilfe.

Deshalb haben wir uns den Kopf darüber zerbrochen, was die absolut wichtigsten Dinge sind, ohne die du dich nicht zum Berg aufmachen solltest.

Foto: Joshua Reddekopp

Snowboard, Boots, Bindung

Nachdem du wahrscheinlich noch nie auf einem Board gestanden bist, empfehlen wir dir erst mal Material bei einem Verleih-Shop vor Ort zu besorgen. Lass dich aber gut beraten und lass dir keinen Mist aufzwängen. Es sollte eine gewisse Auswahl an Snowboards, Bindungen und Boots geben und das Material sollte nicht schon reif fürs Museum sein. Daher schau dir die Hardware genau an und frage bei Unklarheiten nach.

Das Personal sollte auch fähig sein, dir den korrekten Bindungs-Stance einzustellen. Für den Anfang empfehlen wir den Duck Stance, mit dem du die Möglichkeit hast herauszufinden, ob du mit dem rechten (Goofy-Stance) oder mit dem linken (Regular-Stance) Fuß vorne stehst. Der Vorteil vom Duck Stance ist auch, dass du flexibel bist und somit nicht unnötig herumschrauben musst, falls du mit dem Stance nicht zurecht kommen solltest.

Schneebrille und Sonnenbrille

Die Auswahl an Schneebrillen ist groß, aber für den ersten Trip wirst du wahrscheinlich keine krasse und teure Schneebrille benötigen. Mittlerweile gibt es gute Goggles unter 100 EUR, die dir einen umfassenden Lichtschutz bieten und dich vor Wind und Wetter schützen. Am besten ist ein Allwetterglas, damit du bei schlechtem wie auch bei gutem Wetter genug Sicht hast. Auf keinen Fall solltest du eine Goggle mit verspiegeltem Glas wählen, denn wenn erst mal die erste Wolke auftaucht, dann ist es schnell mal vorbei mit der guten Sicht. Falls du aber ein bisschen Kohle haben solltest, dann ist eine Schneebrille mit Wechselgläsern die wohl praktischste und flexibelste Art eine klare Sicht beim Snowboarden zu erhalten.

Auch solltest du immer eine Sonnenbrille mit dabei haben. Egal, ob du mal Lust hast mit Sonnenbrille zu fahren, vor der Hütte zu sitzen und den Mädels hinterherzuschauen oder etwas mehr Tan im Lift abzugreifen – es ist oft Gold wert eine Sonnenbrille dabei zu haben. Glaub uns!

Mittlere bis leichte Handschuhe & Liner

Viele Snowboard-Anfänger machen den Fehler zu schwere und dicke Handschuhe für ihren ersten Trip in die Berge zu besorgen, weil Schnee = kalt, oder etwa nicht?! Falsch, außer wenn du sehr hoch oben oder zu sehr kalten Zeiten unterwegs bist, wirst du wahrscheinlich keine Handschuhe brauchen, die für -20°C Temperaturen gemacht sind (natürlich solltest du trotzdem die Wettervorhersage checken…).

Es ist viel besser ein Paar leicht- bis mittelwarme Handschuhe einzupacken. So überhitzen deine Hände nicht und beginnen dadurch nicht zu schwitzen, was bedeutet, dass du dir nicht Finger abfrierst, sobald dir kälter wird.

Auch sollten deine Handschuhe zu 100 Prozent wasserdicht sein. Denn es ist sehr wahrscheinlich, dass du am Anfang deiner Snowboard-Karriere mehr auf dem Boden bzw. Händen rumrutschen wirst. Und das ist einer der schlimmsten Dinge, wenn deine Hände nicht nur feucht sondern auch noch kalt werden…!

Es ist außerdem eine gute Idee ein Paar trockener, nicht aus Baumwolle gemachter Liner in der Tasche zu behalten, falls das Wetter umschlägt und es kälter wird. Diese kannst du problemlos in deine Jackentasche stecken und immer für den Notfall rausziehen.

Ein weiteres Plus, man mag es jetzt so sehen wie man will, vieler Snowboard Handschuhe ist mittlerweile, dass viele eine Touchscreen-kompatible Funktion aufweisen. Somit kannst du deine ersten Moves auf dem Snowboard gleich deinen Homies zuhause schicken, ohne dabei deine Handschuhe ausziehen zu müssen.

Gute Snowboard Socken

Wir können es nicht oft genug sagen, aber ein gutes Paar Snowboard spezifischer Socken ist essentiell für jeden, der seitwärts den Hügel runterballert. Und nein, damit meinen wir nicht billige, dicke Acryl-Strümpfe – diese Dinger werden dich so hart zum Schwitzen bringen, dass die Boots von innen nach außen nass werden und du alles um dich verfluchen wirst.

Ordentliche Snowboardsocken beseitigen Feuchtigkeit, sodass deine Füße trocken und warm bleiben. Dabei sollten sie ein anatomisch geformtes Fußbett mit aktivem Klima-Management aufweisen. Somit wir der Schweiß schnell abstransportiert und bekanntlich sind glückliche und zufriedene Socken auch ein glücklicher Snowboarder am Ende. Außerdem sollten die Socken etwas an den Druckstellen am Fuß gepolstert sein für extra viel Komfort.

Snowboard Socken bestehen meist aus einem oder mehreren Materialien wie Nylon, Acryl, Merinowolle, Elastan und Baumwolle. Ist aber bei jedem Sockenhersteller anders. Wie empfehlen Snowboard Brand wie Burton, Stance, ThirtyTwo, Volcon und Smartwool.

Thermo-Unterwäsche, die nicht aus Baumwolle besteht

Baumwolle ist der absolute Killer als Thermo-Unterwäsche. Denn Baumwolle speichert nicht nur deinen Schweiß sondern lässt ihn auch kalt auf deinem nackten Körper zurück. Somit werden Liftfahrten zum absoluten Desaster. Also keine Base-Layer aus Baumwolle, weil es die Feuchtigkeit nicht aufsaugen kann und du nur bis auf die Knochen frieren wirst.

Geh lieber auf Nummer sicher und investiere in qualitative Thermo-Unterwäsche, bevorzugt Merino, da es Geruch neutralisiert und du nicht gleich zum stinkenden Snowboard Anfänger wirst. Je nachdem wie lange deine Urlaub ist, lohnt sich davon zwei bis drei Stück zu besitzen. Wenn dich das heftige Preisschild von Merino-Wäsche abschreckt, kannst du stattdessen auch zu Polyester-Mischung greifen. Am besten kauft man Funktionsunterwäsche in einem Fachgeschäft, um es anprobieren zu können und auch alle Fragen dazu beantwortet bekommt.

Foto: Robson Hatsukami Morgan

Gute, qualitative Outerwear

Eigentlich offensichtlich, aber du brauchst auf jeden Fall eine halbwegs qualitative, warme und wasserdichte Jacke und Hosen-Kombo, damit dein Tag am Berg nicht zum Höllentag wird. Es gibt in unserem Snowboard Outerwear Guide 2016/17 mehr als genug Auswahl, aber hier sind nochmal die grundlegenden Punkte, auf die es zu achten gilt:

  • Während Style wichtig ist – Selbstbewusstsein wird oft als Faktor beim Lernen unterschätzt, ist es nicht alles, was zählt. Du solltest versuchen die beste funktionale Ausrüstung zu kaufen, die du dir leisten kannst. Dabei reichen die Preise von circa 80 bis zu einigen hundert Euros.
  • Zu den meisten Jacken und Hosen gibt es Angaben zu Wasserdichte in Tausend Millimeter Einheiten (zum Beispiel 10.000mm oder ‚10k’), das istdie Höhe der Wassersäule, die auf das Material geschüttet werden kann, bevor Feuchtigkeit durchkommt. Je höher die Nummer, desto besser die Wasserdichte.
  • Atmungsaktivität ist genauso wichtig, wie Wasserdichte. Denn Schweiß muss so schnell wie möglich nach außen gelangen können. Genauso wie oben – je höher die Nummer, desto besser.
  • Während es vielleicht nach einer Style-Entscheidung aussieht, sind längere Jacken tatsächlich sehr nützlich um Schnee draußen zu behalten, vor allem, wenn du erst mit dem Snowboarden beginnst und noch viel Zeit auf deinem Hintern/Gesicht verbringst.
Foto: Jjoshua Reddekopp

Bandana bzw. Halstuch

Du fragst dich vielleicht, ob man wirklich ein Bandana braucht, aber aus eigener Erfahrung ist es eine preiswerte und sehr praktische Angelegenheit. Falls es doch mal sehr kalt werden sollte, dann kannst du dich einfach vermummen und die Kälte hat keine Chance deine Nasenspitze abzufrieren. Außerdem hält es deinen Hals schön kuschelig warm.

Helm und Mütze

Viele hassen ihn, aber die meisten gehen nicht ohne auf den Berg – der Helm. Style-Faktor Hin oder Her, aber einen Helm solltest du tragen, denn besonders als Anfänger kann man schnell mal das Gleichgewicht verlieren und blöderweise, wie kann es anders sein, auf den Kopf landen. Und außerdem gibt es noch andere Pisten-Teilnehmer, die ihre Kamikaze-Ninja-Moves unwillkürlich auspacken und dich direkt umballern, wenn du es gerade am wenigsten erwartest. Daher, Helm ist Pflicht und mittlerweile muss du ja nicht wie ein trotteliger Roboter rumlaufen, denn Helme gibt es in diversen Styles unf Farben.

Ja und Mütze?! Klar, solltest du auch immer eingesteckt haben. Viele tragen auch eine dünne Mütze unter dem Helm, um an kalten Tagen die Ohren warm zu halten. Und falls du mal Pause machst, dann „darfst“ du ja deinen Helm ablegen und eine Mütze ist dann richtig kuschelig angenehm.

Eine gute Einstellung

So kitschig es auch klingen mag, mental vorbereitet zu sein, ist bei deinem ersten Snowboard Abenteuer genauso wichtig, wie die richtige Ausrüstung dabei zu haben. Die Berge sind kalt und das Snowboarden zu lernen ist ermüdend. Das Erlebnis wird viel besser, wenn du dich mit einer aufgeschlossenen Einstellung ans Snowboarden machst und darauf vorbereitet bist, ein paar Niederlangen einzustecken zu müssen, bevor es so richtig gut klappt.

Positiv zu bleiben macht die Dinge auch für die Menschen in deiner Umgebung um einiges leichter. Freundschaften, Beziehungen oder was auch immer, werden auf die Probe gestellt, wenn eine Person die gesamte Zeit am Berg damit verbringt über Kälte/Hitze/Schmerzen/Schlepplifte/steile Pisten motzt. Da da gibt es einige gute Einfälle, um sein Leiden auszudrücken. Also, packe deine Jause ein und vergiss nicht genug Wasser zu trinken – es macht den Tag am Berg um so vieles einfacher und angenehmer!

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