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Annika Morgan

Interviews

Olympia Teilnehmerin Annika Morgan im Interview

Snowboard-Pro Annika Morgan über Olympia, Style und ihre Wurzeln

Fotos: Kia

Mit einem starken vierten Platz bei den Olympischen Spielen 2026 hat Annika Morgan einmal mehr gezeigt, dass sie zur absoluten Weltspitze im Snowboarden gehört. Wir haben die Mittenwalderin beim Great Board Swap Event von Kia nahe München getroffen, wo sie mit dem Kaltwassersurfer Finn Springborn über Snowboarden und Wellenreiten gesprochen hat.

Im Interview spricht Annika Morgan über Perspektivwechsel, Olympia, Style und ihre Wurzeln.

Annika Morgan

The Great Board Swap von Kia

Das Ganze war weit mehr als nur ein klassisches Coaching: Beim Great Board Swap konntest du mit den beiden Kia-Markenbotschaftern richtig tief in beide Boardsport-Welten (Snowboarden & Wellenreiten) eintauchen, egal, ob du gerade erst anfängst oder schon länger auf dem Board stehst. Zwischen Balance-Board-Sessions, Snowboard-Action am Stubaier Gletscher und einem Roadtrip im vollelektrischen Kia EV5 durch die Alpen bis in Annikas Heimat durften wir einen Mix aus Progression, neuen Perspektiven und echtem Boardsport-Feeling erleben.

Kia

Hi Annika, wir sind hier beim Great Board Swap von Kia. Wie ist es für dich, heute das Snowboarden mit der Crew hier zu teilen?

Es ist immer cool, meine Passion anderen zu zeigen. Ich freue mich total, Leuten Snowboarden aus meiner Perspektive näherzubringen. Gerade im Powder wird’s auch lustig, das sind schon anspruchsvolle Bedingungen, um Snowboarden oder Tricks zu lernen.

Wenn wir das Ganze aber umdrehen würden, wäre ich wahrscheinlich ein kompletter Noob auf dem Surfboard. Das wäre eher ein bisschen peinlich (lacht).

Annika Morgan

Wie groß sind für dich die Parallelen zwischen Surfen und Snowboarden?

Wenn man im Powder fährt, stelle ich mir vor, dass es sich so anfühlt wie gutes Surfen. Natürlich gibt’s Unterschiede, beim Snowboard ist man fest mit dem Board verbunden. Dadurch ist es insgesamt einfacher. Aber vom Gefühl her ist Powder für mich das, was Surfen im Wasser ist.

Bist du selbst regelmäßig im Wasser unterwegs?

Eher selten. Surfen ist für mich ein Hobby, wenn ich mal am Meer bin. Ansonsten ist für mich einfach im See schwimmen das Beste.

Du kommst aus Mittenwald und bist mit Bergen und Schnee groß geworden. Wie hat dich das geprägt?

In Mittenwald gibt es gar nicht so eine große Snowboard-Szene. Die Zugspitz-Region hat mich viel mehr geprägt, vor allem weil man dort auch im Sommer fahren kann. Das hat mir auf jeden Fall geholfen, besser zu werden.

Annika Morgan

Dein Weg ging ja ursprünglich über den Eiskunstlauf. Hat dir das geholfen?

Am Anfang dachte ich schon, dass es mir etwas bringt, zum Beispiel, dass ich auf einer Seite stärker bin. Aber im Endeffekt hat es mir nicht so viel fürs Snowboarden gegeben. Es war einfach ein zusätzliches Hobby.

Dein Riding wirkt sehr kontrolliert und sauber. Woher kommt das?

Style ist mir mega wichtig. Wenn ich einen Trick nicht schön mache, wiederhole ich ihn, bis er sich für mich richtig anfühlt. Es geht nicht nur darum, ihn zu stehen, sondern auch darum, wie er aussieht.

Dein Bruder Ethan Morgan ist selbst eine große Nummer im Snowboarden. Wie sehr hat er dich beeinflusst?

Sehr. Er war für mich wie ein Mentor und auch mein Idol, vor allem, wenn es um Style und Kreativität geht. Ich habe über die Jahre extrem viel von ihm gelernt.

Annika Morgan

Seid ihr noch oft zusammen unterwegs?

Wir versuchen so oft wie möglich zusammen lokal snowboarden zu gehen. In Zukunft planen wir auch gemeinsame Projekte, vor allem im Backcountry.

Du warst dieses Jahr bei den Olympischen Spielen in Italien. Erstmal Glückwunsch zum vierten Platz! Wie blickst du jetzt darauf zurück?

Danke! Ehrlich gesagt hat es sich ziemlich wie ein normaler Weltcup angefühlt, nur mit mehr Medienpräsenz. Natürlich wäre eine Medaille cool gewesen, aber am Ende geht das Leben einfach weiter.

Warst du mit deiner Leistung zufrieden?

Ja, total. Ich habe mich auf dem Board besser gefühlt als je zuvor und hatte richtig Spaß. Klar, eine Medaille wäre eine schöne Belohnung gewesen, aber ich habe noch einige Jahre vor mir.

Was denkst du, sind Olympische Spiele gut für Freestyle-Sportarten?

Beides. Positiv ist definitiv die Aufmerksamkeit, plötzlich schauen viel mehr Leute Snowboarden. Aber gleichzeitig bringt Olympia auch enormen Druck mit sich und macht den Sport teilweise zu ernst.

Annika Morgan

Wie waren die Wochen nach Olympia?

Ziemlich entspannt am Anfang. Einfach snowboarden, zuhause sein, keinen Druck haben. Jetzt bin ich wieder viel unterwegs, aber ich hatte auf jeden Fall eine richtig gute Zeit.

Wie bereitest du dich auf die nächste Saison vor?

Viel Splitboarden, ein bisschen Urlaub, ab und zu Gym und Sessions im Bangerpark.

Wie sieht ein perfekter Tag bei dir aus? Powder in Mittenwald oder Surfen am Meer?

Ganz klar: Powder Day in Mittenwald. Natürlich!

Dann vielen Dank für das Gespräch und noch viel Spaß beim Kia Event!

Danke euch!

Annika Morgan

Interview führte Nicolas Cleff

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