Share

Rider

Risto Mattila

Der „Presidentinlinna“ ist der Sitz der finnischen Präsidentin Tarja Halonen. Zum „Tsenäisyyspäivä“, dem finnischen Unabhängigkeitstag am 6. Dezember lädt ihre Exzellenz alljährlich eine ausgewählte Prominenz zu einem glamourösen Empfang. Am 6. Dezember 2005 stehen zwei junge Männer in schwarzen Fracks in der Empfangshalle des Presidentinlinna. Sie gehören zu den sechs Sportlern, die wegen ihrer aussergewöhnlichen Leistung zur Unabhängigkeitsfeier in den Präsidentenpalast geladen worden sind. Einer von ihnen trägt schulterlanges, rotes Haar und hat unzählige Sommersprossen im Gesicht. Was er an solch einem geschichtsträchtigen Ereignis zu suchen hat, weiss Risto Mattila selbst nicht so genau. Seine Geschichte hat doch so unspektakulär begonnen – in Kannus, der wohl kleinsten Kleinstadt Finnlands, wo vor langer Zeit die Wurstfabrik „Pouttu Oy“ als sein erster Sponsor seine Pro-Karriere ins Laufen brachte.

Hallo Risto, bist du gut gerutscht?
Aber hallo, und zwar endlich mal wieder in Finnland. Ich bin die letzen vier Jahre nach Davos zum O’Neill SB Jam gefahren, aber wer snowboardet zu Silvester schon gerne zur Unterhaltung anderer?! (lacht) Im Ernst, Davos war stets richtig geil, aber es war trotzdem mal wieder an der Zeit, daheim zu feiern. Ich bin mit all meinen Freunden nach Rukka gefahren. Wir hatten super viel Spass, haben viel getrunken, anständig Party gemacht, und sind natürlich auch etwas Snowboard gefahren…

Hast du den Hangover mittlerweile überwunden?
Es war bis jetzt eine harte Woche, keine Frage. Schliesslich hatte meine Leber einiges wegzustecken. Aber die paar Runs heute in Davos haben gut getan. Jetzt bin ich bereit für die O’Neill Evolution und 2007.

Nach all deinen Jahren als Pro dürfte sich dein Körper auch fast schon an die Strapazen gewöhnt haben.
Bis zu einem gewissen Grad schon, aber ich werde halt auch nicht jünger. Die Partys sind das eine, das andere ist der Wecker, der mich am Morgen danach zum nächsten Flughafen schickt. Das ist manchmal schon hart, aber ich brauche diesen „Stress“ mittlerweile fast schon. Und bloss wegen eines frühen Fluges eine Party missen? Niemals!

Stimmt es eigentlich, dass du als Kind fett warst?
Nein, im Gegenteil, ich war als Kind dünn und aktiv, wurde komischerweise aber fett, als ich anfing, professionell zu snowboarden. Um jeden Tag shredden gehen zu können, zog ich in den Norden Finnlands. Ich hatte damals überhaupt kein Geld, lebte in einem Wohnwagen und ass gerade so viel, dass es zum Überleben reichte. Was passiert nun, wenn einer, der isst, um zu überleben, plötzlich einen Haufen Junkfood vorgesetzt bekommt? Richtig, er mästet sich fast zu Tode. Als meine Karriere ins Rollen kam, nutzte ich jede Möglichkeit, in Hotels und so weiter so viel reinzustopfen wie nur möglich. Den Höhepunkt erreichten meine Fressattacken an den Olympischen Spielen in Salt Lake City. Dort gab es für uns Athleten McDonalds umsonst… Ich habe in den paar Tagen bestimmt 25 Burger verdrückt und kam als 85 Kilo schwerer Olympionike nach Finnland zurück. Darauf setzte ich mich selbst auf Diät. Dass ich aber als Kind fett war, ist definitiv eine Lüge.

Wenn du also nicht etwa auf ein Snowboard gestellt wurdest, um endlich deinen Babyspeck loszuwerden, wie bist du dann zum Snowboarden gekommen?
Ziemlich amüsant, eigentlich. Meine Eltern nahmen mich in ein Sportgeschäft, um mir ein neues Mountainbike zu kaufen. In diesem Shop stand in einer Ecke ein Snowboard, und obwohl die Bikes dort auch toll waren, konnte ich meinen Blick nicht mehr von diesem Ding abwenden. Der Verkäufer meinte nach einiger Zeit, dass ich endlich aufhören solle, dieses Brett anzustarren. Wenn ich das Bike kaufe, würde er mir das Snowboard dazu schenken. Ich war überglücklich und konnte es kaum mehr erwarten, bis es endlich schneite, und ich das Brett ausprobieren konnte.

Und als die ersten Flocken fielen, nahmst du dir Markku Koski zu deinem besten Freund und gingst mit ihm shredden?
So in etwa. Markku und ich kommen beide aus Kannus, der wahrscheinlich kleinsten Kleinstadt Finnlands. Wir waren als Kids in derselben Skatecrew, und da Kannus ein ziemliches Kaff ist, kannte man uns in der ganzen Stadt. Wir hatten einen ganz anderen Lifestyle als die anderen Kids. Das schweisste uns zusammen und brachte uns schliesslich zum Snowboarden.

Zusammen mit dieser Crew kamst du auch zu deinem ersten Sponsor, einer Wurstfabrik…
(lacht) In Kannus steht eine der grössten Wurstfabriken Finnlands. Als der Besitzer hörte, dass Kannus eine kleine Snowboardcrew hatte, war er total begeistert und wollte uns unbedingt sponsern. Wir bekamen etwas Geld und natürlich jede Menge gratis Würste. Das tönt alles nach einem Witz, aber ohne das Geld der Wurstfabrik hätte ich nie die Möglichkeit gehabt, an Wettkämpfe zu fahren.

Und in deiner Wohnwagen-Zeit hast du dich dann von den Gratis-Würsten ernährt?
Würste im Wohnwagen – das wäre zu schön gewesen. Wir unterschrieben bei der Fabrik leider nur einen Zweijahresvertrag. Der war bereits ausgelaufen, als ich in den Wohnwagen zog. Ich habe mich in den kalten, hungrigen Nächten aber öfters an die vielen Würste zurück gesehnt.

Hast du andere spezielle Erinnerungen an dein Leben „auf der Strasse“?
Speziell ist, dass sie ausnahmslos alle positiv sind. So oft ich in diesem Wohnwagen gehungert und gefroren habe, ich möchte keine Sekunde missen. Es mag kitschig klingen, aber in diesem Wohnwagen habe ich eben wirklich gelernt, dass ich kein Geld, sondern nur ein Snowboard und ein paar Freunde brauche, um glücklich zu sein. Diese Einsicht prägt mich, so hoffe ich zumindest, auch heute noch.

Hast du Tipps für Kids, denen ebenfalls die finanziellen Mittel für den Weg zum Pro fehlen?
Verschreibt euch ganz dem Snowboarden, verbringt jede freie Minute auf dem Brett und verzichtet auf gewissen Luxus, damit ihr euch die Liftkarte auch am nächsten Tag noch leisten könnt. Das wichtigste aber, vergesst dabei nie den Spass! Ich beobachte immer wieder Kids, die vor lauter Erfolgssucht vergessen, weshalb sie eigentlich auf dem Brett stehen. Konzentriert euch aufs Snowboarden, nicht darauf, Pro zu werden! Eure Aufgabe ist es nur, eure Skills voranzubringen, alles andere ergibt sich von selbst.

Dass eine Karriere nur bedingt steuerbar ist, zeigen die unterschiedlichen Werdegänge von dir und Markku. Ihr habt zusammen angefangen und seid doch so verschiedene Wege gegangen. Woran lag das?
Markku hatte das Glück, dass er drei oder vier Jahre bevor ich überhaupt meinen ersten Sponsor hatte, Juniorenweltmeister wurde. Plötzlich konnte er auf Quiksilver-Shootings gehen und bekam einen Videopart, während mir daheim in Finnland die Hände gebunden waren, weil ich keine Kohle zum Reisen hatte. Es war manchmal ziemlich frustrierend, sprichwörtlich in diesen Wohnwagen gesperrt zu sein. Ich erinnere mich, wie ich kurz davor war, aufzugeben. Aber mein Schicksal hatte offentsichtlich doch anderes mit mir vor. Plötzlich lief es auch für mich besser, und ich wusste wieder, wieso ich mir die ganze Zeit über in diesem Trailer den Arsch abgefroren hatte.

Du warst in der Szene lange nur einer dieser FIS-Fahrer und wenig beachtet. Was hat dich trotz allem bei der FIS gehalten?
Mir blieb anfangs meiner Karriere gar nichts anderes übrig, als FIS zu fahren. Das Geld meines einen Sponsors reichte gerade mal, um vielleicht ein- zweimal im Jahr ins Ausland an einen Contest zu fahren. Ich hatte Kohle wirklich bitternötig, und FIS-Contests waren für mich schlichtweg die einfachste Möglichkeit, am günstigsten und schnellsten zu Geld zu kommen. Die meisten Nicht-FIS-Contests waren zudem Invitationals, zu denen ich als Noname und FIS-Fahrer so oder so niemals eingeladen worden wäre.

Du hast es selbst gesagt, Geld alleine macht nicht glücklich. Ging dir in dieser Zeit der Respekt der Szene nicht manchmal ab?
Auf jeden Fall. Wenn du viel investierst und nur Geld zurückbekommst, erfüllt dich das auf die Dauer nicht. Auch ich habe mir nichts sehnlicher gewünscht als die Anerkennung anderer Snowboarder. Doch statt mir mal auf die Schultern zu klopfen, haben mich meine Freunde aus der Szene nur wissen lassen, dass ich mit diesem FIS-Scheiss endlich aufhören solle. Aber was sollte ich tun? Es war meine einzige Möglichkeit ein Leben als Snowboardpro zu leben.

2005 holtest du dir den Overall Titel an den US Open und warst plötzlich in aller Munde. Wie war das?
Ich war zum ersten Mal an den US Open, und wenn ich mich richtig erinnere, war es sogar einer meiner ersten Contests in den USA überhaupt. Dementsprechend hatte ich keine Erwartungen und konnte ohne Druck fahren. Die Halfpipe und der Slopestyle waren in perfektem Zustand, das Wetter war hervorragend, und wir hatten eine der geilsten Jamsessions. Schliesslich gewann ich den Slopestyle, wurde 6. in der Halfpipe und sicherte mir damit den Overall-Titel. Und dann wurde dem kleinen FIS-Fahrer Mattila tatsächlich ein Schlüssel zu einem fetten Volvo in die Hand gedrückt… Das war schon eine ziemlich grosse Sache.

Wie gross war die Freude darüber, dass du der Szene endlich hattest zeigen können, dass du auch fähig warst, „ihre“ Contests zu gewinnen?
Nun ja, ich wusste schon immer, dass ich das Zeugs dazu hatte und es eines Tages schaffen könnte. Ich glaube, an diesem Tag war gar kein Platz für Schadenfreude. Es stokte mich einfach nur so sehr, dass sich diese Tür endlich geöffnet hatte. Das soll jetzt aber nicht heissen, dass ich froh war, die FIS endlich hinter mir lassen zu können. Denn „böse“ FIS hin oder her, wenn es die FIS nicht geben würde, wäre ich heute nicht da, wo ich bin.

Du sagst „böse“ FIS. Was ist deiner Meinung nach so „böse“ daran?
Wie ich schon sagte, wenn du FIS-Contests fährst, erhältst du weder den Respekt anderer Fahrer noch den von den Kids oder von deinen Sponsoren. Die einzigen, die dich bewundern, sind die durchschnittlichen TV-Zuschauer, und die können dich letztlich auch nicht weiterbringen.

Höchstens, du wirst Olympiasieger.
Genau, und da wären wir schon beim nächsten Problem von Snowboarden und der FIS. Ich bin es leid, mir von Fahrern anhören zu müssen, wie beschissen die FIS ist und nur kurze Zeit später finde ich genau diese Fahrer auf der Startliste eines FIS-Contests. Erst dick einen auf Mann der Prinzipien machen, und sobald es auf Olympia zugeht, doch FIS fahren, ist doch lächerlich. Ich verstehe nicht, wieso die Leute nach wie vor nicht dazu stehen können. Es ist ja nichts Schlimmes, ab und zu mal an einem FIS-Contest teilzunehmen

Im Gegenteil, mit etwas Glück wird man am Ende zur finnischen Präsidentin in den Palast eingeladen…
Oh ja! Am finnischen Unabhängigkeitstag lädt die finnische Präsidentin neben circa 2000 anderen Gästen sechs erfolgreiche Sportler zu sich in den Palast. Nach der WM 2005 in Whistler wurden Antti und ich eingeladen. Wir stolzierten in Anzügen zum Präsidentenball und der ganze Respekt und Stolz Finnlands war unser. Es war zu geil, der Präsidentin anlässlich dieses Anlasses die Hand schütteln zu dürfen. Diese Ehre wäre uns nie zu Teil geworden, wären wir auf der FIS-Tour nicht so erfolgreich gewesen.

Damit habt ihr euch in dem riesigen Feld der finnischen Snowboarder wohl einen Ehrenplatz eingeheimst.
Keine Frage! Leute wie Jussi Oksanen zum Beispiel, die in der Szene geachtet Stars sind, kennt in Finnland keiner. Die Allgemeinheit interessiert sich nur für die FIS-Events. In Finnland glaubten nach der WM 05 alle, dass Antti wegen seines Doppel-Weltmeistertitels der beste Fahrer der Welt sei. Niemand verstand, dass Snowboarden noch so viele andere Aspekte aufweist. Ich bin daher total froh, dass die Jungs von der TTR alles daran setzten, in den Medien so präsent wie nur möglich zu sein. Wenn sie weiterhin so Vollgas geben, ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis das wahre Snowboarden auch in der breiten Öffentlichkeit das Ansehen bekommt, das es verdient.

Apropos breite Öffentlichkeit und Medien, hielten dich in Turin der grosse Rummel und das ganze Drumherum vom Podest ab?
Das wüsste ich selbst zu gerne. Ich fuhr in Bardonecchia mein bestes Pipe-Riding überhaupt und war am Wettkampftag nicht einmal nervös. Aber nachdem ich mich als 6. fürs Finale qualifizierte, brachte ich meinen Run einfach nicht mehr fehlerfrei nach unten. Keine Ahnung wieso, aber es hat wahrscheinlich einfach nicht sein sollen.

Turin 2006 waren deine zweiten Olympischen Spiele. Was war anders als in Salt Lake City?
In den Staaten war natürlich alles viel grösser, spektakulärer und besser organisiert. Um die Spiele aus persönlicher Sicht zu vergleichen – na ja, 2002 lebte ich noch in einem Wohnwagen. Ich wusste damals noch kaum wie ein Flugzeug von innen ausschaut und meine einzige Sorge war es, mir mit den kostenlosen Burgern so viel Vorratsspeck anzufressen wie nur möglich (lacht). In Salt Lake City war ich das absolute Greenhorn, in Turin eine Medaillenhoffnung. Obwohl ich den Erwartungen nicht gerecht wurde, war es beide Male eine grosse Ehre, mein Land an Olympischen Spielen vertreten zu dürfen.

Aller guten Dinge sind drei, wie steht’s um deine Teilnahme für Vancouver 2010?
Phu, ich habe vor kurzem in einem Interview einen ziemlichen Scheiss rausgelassen, als ich gesagt habe, dass ich mir in Vancouver diese verfluchte Medaille holen will… (lacht) Realistisch gesehen bin ich 2010 29 Jahre alt, bis dann kommen viele Youngguns nach… Aber was soll’s, ich könnte es schaffen. Ja, was spräche eigentlich dagegen?

Ist Risto Mattila ehrgeizig?
Oh ja, das ist er. Ich liebe es zu gewinnen und bin ein extremer Wettkampftyp, und zwar in jeder Lebenslage. Wenn jemand viel trinkt, trinke ich mehr. Wenn jemand schnell joggt, jogge ich schneller, und so weiter. Erfolgreich zu sein, ist für mich das beste Gefühl der Welt.

Was geht dir vor einem Run, der über Sieg oder Niederlage entscheidet, durch den Kopf?
Das war bis jetzt eigentlich mein Geheimnis, also behaltet es besser für euch… Wenn ich zum Beispiel im Inrun einer Pipe stehe, versuche ich an nichts mehr zu denken. Ich leere meinen Kopf und schalte jegliche Wahrnehmung aus. Dann sehe ich nur mich, wie ich durch die Pipe fahre, unten ankomme und mich schliesslich über meinen gelungen Run freue.

Mit diesem Konzept warst du das vorletzte Mal im Münchner Olympiastadion zum Air&Style erfolgreich. Wie war’s?
Es war mein erster Air&Style, Worte dafür zu finden, ist schlicht unmöglich. Die Stimmung im Stadion, die ganzen Leute, die schrieen und klatschten – der absolute Wahnsinn. Im Training lief es überhaupt nicht, doch dann war das Stadion plötzlich randvoll mit begeisterten Zuschauern, und das lässt Wettkampftypen wie mich natürlich Grenzen sprengen.

Nur eine Woche später hast du mit dem 3. Platz am X-Trail nachgedoppelt. Willst du die Weltherrschaft an dich reissen?
(lacht) Na ja, es war zwei Mal mehr oder weniger dasselbe. Die gleichen Fahrer, das gleiche Setup, die gleiche Stimmung. Ob diese zwei Podestplätze für die Weltherrschaft reichen? Ich konnte nach den beiden Events zumindest ohne schlechtes Gewissen in den Weihnachtsurlaub gehen…

Letztes Jahr hast du den TTR Overall Titel nur haarscharf verpasst. Heiss darauf in diesem Jahr?
Vergangenen Winter waren die US Open der entscheidende Contest. Nach dem Halfpipe-Bewerb lag ich 34 Punkte vor Mathieu Crépel, verletzte mich aber und konnte den Slopestyle nicht mitfahren. Mathieu brauchte einen 5. Platz, um mir den Titel noch wegzuschnappen. Er fuhr im ersten Heat vorne rein, und niemand im zweiten und dritten Heat konnte ihn weiter zurück bugsieren als auf den 5. Platz. Es waren wohl die grässlichsten Stunden meines Lebens (lacht). Ich sass da und musste tatenlos zusehen, wie mir Mathieu den Overall-Titel wegschnappte. Klar, bin ich heuer heisser darauf denn je!

Neben Contests taucht dein Name immer wieder in Zusammenhang mit dem wohl brisantesten Thema im Snowboarden überhaupt auf: die Spin to Win-Generation. War dir im letzten Frühjahr nicht schwindlig von all den Drehungen?
Mir war nicht schwindelig von den Drehungen, aber irgendwie schlecht von dem Fakt, dass wir heutzutage keine Chance mehr haben, Contests zu gewinnen, ohne dass wir 10’s machen. Ganz ehrlich, 1080ies machen Null Spass. Ich liebe es schöne 180°, 360°, 540° Spins zu springen, oder mich mit einem gescheiten Method mächtig aus der Pipe zu lassen. Niemand von uns will diese Spinn-Kacke, aber wenn wir gewinnen wollen, müssen wir spinnen. Ich hoffe sehr, dass dem bald ein Ende gesetzt wird. Denn was wird Snowboarden in ein paar Jahren sein, wenn wir so weitermachen?

Wird es Risto Mattila sein, der diesen Trend beendet?
Nun ja, wenn ich mit 360° gewinnen kann… Klar, dann mache ich das. Sonst bin ich wohl zu ehrgeizig dafür, und hoffe eher darauf, dass bald jemand kommt, nach dessen 360° sich jeder umdreht.

Das hoffen wir doch alle. Danke für das Interview und alles Gute für deine weitere Karriere, ob gespinnt oder nicht.
Ich danke euch, und wenn ich schon die Möglichkeit habe, möchte ich all meinen Sponsoren, meinen Freunden, meinem Manager Marko „Makke“ Martikainen und natürlich meinen Eltern für die Unterstützung danken. Ohne euch alle könnte ich meinen Traum nicht leben!

RISTO MATTILA
Geburtsdatum: 04.02.1981
Wohnt in: Helsinki, Finnland
Sponsoren: Flow, Billabong, Giro, Gomobile, Volvo

Im Wohnwagen zu leben war: kalt, eng und super spassig
Verlässt das Haus nie ohne: Kleidung
Zu erreichender Rotationsgrad: der ist jetzt schon zu hoch!
Finnen bringt man zum Sprechen mit: mehr Alkohol…
Favourite Trick: Method
Home away from home: jeder Berg auf dieser Welt

Goofy oder Regular: Regular
Stance&Angle: 60cm; +18; -6
Schuhgrösse: 9

Share

Geschäftsbedingungen

Gib bitte deine Email Adresse an, damit wir dich mit News, Updates und den neuesten Angeboten versorgen können. Falls du nicht mehr interessiert bist, kannst du dich jederzeit abmelden. Wir geben deine Daten nicht an Dritte weiter und werden dir nur Nachrichten schicken, die dich auch interessieren. Versprochen!

Read our full Privacy Policy as well as Terms & Conditions.

production