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Sotschi: Homosexuelle Boardercrosserin Belle Brockhoff will kaum protestieren

Über Homosexuelle und deren Rechte in Russland ist im Vorfeld der Spiele bereits ausgiebig diskutiert worden. Wir haben uns zu diesem Thema bis jetzt bewusst zurück gehalten, da es uns offen gesagt relativ egal ist was andere Menschen in ihren Schlafzimmern treiben. Trotzdem möchten wir kurz einige Worte zur homosexuellen Boardercrosserin Belle Brockhoff (AUS) verlieren.

Brockhoff, bekennende Lesbe, hat sich dazu entschieden in Russland kein Zeichen durch Aufsehen erregenden  Protest gegen die Diskriminierung homosexueller zu setzen.

Ich habe keine Angst nach den Spielen meine Meinung zu äußern, aber ich möchte nicht von irgendeinem Offiziellen zur Seite gezogen oder an der Grenze aufgehalten werden.

In der Sache scheint eine Art Olympischer Frieden zu herrschen. Laut Vladimir Putin haben homosexuelle Athleten nichts zu befürchten, so lange sie sich passiv verhalten:

Nicht traditionelle sexuelle Beziehungen haben wir nicht verboten. Verboten ist es Homosexualität und Pädophilie öffentlich zu promoten. Wir werden niemanden einsperren. Man kann sich frei in seinen Beziehungen fühlen, so lange man die kinder in Ruhe lässt.

Warum Putin Homosexualität und Pädophilie im gleichen Satz nennt, ist uns ein Rätsel. Wir wissen nicht, was das eine mit dem anderen zu tun hat.

IOC-Präsident Thomas Bach forderte die Athleten vergangene Woche dazu auf, die Wettkämpfe nicht als Bühne für politische Statements zu nutzen, egal wie verlockend die Gelegenheit sei. Gleichzeitig sagte der deutsche Funktionär, dass es den Athleten freistehe ihre politische Meinung in die Spiele betreffenden Pressekonferenzen zu äußern. Brockhoff wird davon absehen:

Ich werde während der Spiele nicht politisch werden. Dafür bin ich nicht dort. Ich möchte nach Russland gehen um den homosexuellen Menschen, die dort leben, zu zeigen, dass ich keine Angst vor diesen Gesetzen habe.

Eine kleine Hintertür hält sich Brockhoff aber offen: Die sechste Richtlinie der Olympischen Charta besagt, dass jede Form von Diskriminierung eines Landes oder einer Person aufgrund von Rasse, Religion, Politik, Geschlecht oder aus sonstigen Gründen ist mit der Zugehörigkeit zur Olympischen Bewegung unvereinbar ist.

Ich werde jeder Kamera, die auf mich gerichtet ist, sechs Finger zeigen.

 

 

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