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Patrick Rauter - Switch Wildcat Mute - Glungezer Roadgap
Patrick Rauter - Switch Wildcat Mute - Glungezer Roadgap

How to...

PROGRESS in your 30s?

Teamrider Patrick Rauter mit ein Paar Tipps, wie man die Leidenschaft fürs Snowboarden erhält und sich mit Ü30 auch noch weiterentwickeln kann!

Viele Ripper der ersten Stunde sind ja noch immer am Shredden und auch wenn manchmal das ein oder andere kleine Wehwehchen kommt, will man sich ja trotzdem shredtechnisch weiterentwickeln. Aber ist das überhaupt möglich? Der MBM-Rider und Lib Tech Teamrider Patrick Rauter gibt ein paar Tipps.

Ich bin ja schon selbst seit meinen frühen Jugendjahren ausschließlich seitwärts unterwegs und einer der Hauptgründe, wieso Snowboarden für mich immer „fresh“ bleibt, ist, dass es immer etwas zum Dazulernen gibt.

Hier nun meine Tipps, wie man die Leidenschaft erhält und sich beim Snowboarden auch mit Ü30 noch weiterentwickeln kann.

Patrick Rauter - Trick Millerflip - Schlick 2000 (AUT)

(Patrick Rauter – Trick Millerflip – Schlick 2000 AUT)

 

1. Raus aus der Komfortzone.

Du bist ein amtlicher Shredder im Park und dort gut unterwegs? Sehr gut, aber stompst du deine Tricks auch im natürlichen Gelände? Der “real deal” sind Tricks außerhalb von Piste & Park. Versuche mal einen Trick, welchen du im Park kannst, ins natürliche Gelände zu übertragen. Klingt leichter als es ist, versprochen!

2. Witness the fitness!

Wer eine gute körperliche Grundkonstitution mitbringt, der kann auch den einen oder anderen härteren Slam ohne größere Nachwirkungen wegstecken. Außerdem kann man auch noch ein paar Mal öfter den Trick probieren und mehr Zeit auf dem Board führt logischerweise auch zu mehr Boardkontrolle.

3. Schaue neue Videos an und hol dir Inspiration!

Videoclips pushen den Sport in alle möglichen Richtungen und machen einfach Lust, selbst shredden zu gehen. Siehe Scotty Stevens, Bode Merrill & Co. Auch in diversen Skatevideos könnt ihr euch neue Ideen holen. Nutzt eure Umgebung, ihr braucht nur etwas Vorstellungsvermögen.

Patrick Rauter - Hippie Jump - Kühtai (AUT)

(Foto: Leo Saalfrank)

 

4. Choose your heros wisely!

Es gibt viele junge Ripper, welche man sich gerne ansieht, aber fast noch bemerkenswerter sind Rider wie Gigi Rüf, T.RICE, JP Walker, Jamie Lynn oder im Skateboarding Andrew Reynolds, Jamie Thomas usw. – welche selbst mit knapp 40 Jahren auf dem Buckel (oder schon darüber) noch immer Gas geben! Von einem Nate Bozung hat man hingegen leider schon lange nichts mehr gehört. Woran kann das wohl liegen?

5. Erkunde die urbane Umgebung genauer.

Snowpark fahren ist megaspaßig, aber hast du schonmal einen Double Kinked gewagt? Wer sagt, dass man ab Ü30 keine Streetspots mehr fahren darf? 

Patrick Rauter - Bs 50-50 double kink donkey streetrail - Nauders (AUT)

(Foto: Marina Arnold)

6. Kultiviere deine Methods

Wieso? Es ist DER Trick im Snowboarding und wenn dir das zu einfach ist, dann probiere diesen Trick einfach mal switch im Backcountry. Schon hast du eine neue Herausforderung.

7. Bleib neugierig!

Du warst noch nie Splitboarden oder bist etwas weiter für eine Line gehiked? So lernst du deine Hausberge noch einmal von einer komplett neuen Seite kennen. Abgesehen von gesteigerter Fitness wirst du die Natur und natürliche Umgebung mit anderen Augen sehen. Das Backcountry ist einfach ein riesiger Spielplatz und gerade beim Splitboarden (oder Hiken) findet man so den ein oder anderen neuen Kicker-oder Step-Down-Spot und was fühlt sich besser an, als ein Powderrun? Lawinenpieps/Grundausbildung Lawinenkunde usw. ist natürlich bei solchen Aktivitäten obligatorisch.

 

Patrick Rauter - Splitboard - Pow Shot - Hochfügen (AUT)

8. Switch Straight Airs are the shit!

Mikkel Bang hat u.a. auch für seine Switch Methods in der Natural Selection abgeräumt und Gigi Rüf, Devun Walsh sowie Ikka Backström sieht man immer wieder bei Switch Straight Airs. Real recognizes real und bei Core-Shreddern ist dir damit ein zustimmendes Kopfnicken – bei sauberer Ausführung – definitiv sicher.

9. Suche Boardsport-Alternativen bei schlechten Bedingungen!

Die meisten Verletzungen, welche die Progression verhindern, entstehen bei eisigen Bedingungen. Das heißt aber noch lange nicht, dass man dann zu Hause bleiben muss. Hast du schon mal Powsurfen mit einem ÄSMO ausprobiert oder Snowskating? Beides macht sehr viel Spaß. Bei Ersterem verbesserst du deine Pow-Turns und bekommst das gewisse Surf-Feeling wie sonst nirgends und bei Letzterem trainierst du dein Gleichgewicht und kannst auch bei wenig Schnee an den Kids/easy Boxen sehr viel Spaß haben. 

Patrick Rauter - Snowskate Nosepress - Snowskate Contest - Best Style - Bad Kleinkirchheim (AUT)

(Foto: Bianca Klausner)

 

10. Last but not least: Trampolin & Airbag

Früher belächelt, so stellt es heutzutage – zumindest für die ambitionierten Contestrider – eine unverzichtbare Trainingsmethode dar, neue Bewegungsabläufe einzustudieren und dabei das Risiko verhältnismäßig gering zu halten. Eines ist allerdings gewiss, ein Gefühl für das natürliche Gelände sowie das Feeling für den Schnee kannst du nur am Berg entwickeln. Das ist auch der Hauptgrund dafür, dass sich viele überragende Contest Fahrer:innen im Backcountry und bei Events wie der Natural Selection Tour recht schwer tun. Trotzdem macht es Spaß, sich hin und wieder kopfüber in einen Airbag zu werfen oder eine kleine Tramp-Session mit Freund:innen zu starten.

Letzten Endes soll Snowboarding Spaß machen und wenn man immer mehr oder weniger das Gleiche macht, wird es irgendwann langweilig. Snowboarding bietet mehr als genügend Platz für Kreativität und Raum für Progression in alle möglichen Richtungen und Nischen. Enjoy the Ride! 

 

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