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Tutorials

Die Kunst des „Carvens“

Das Carven ist mittlerweile aus der Snowboard-Welt nicht mehr wegzudenken. Wir haben einige Carving-Videos zusammengesucht, die dir die Augen aus dem Kopf schlagen werden

Das Carven ist mittlerweile aus der Snowboard-Welt nicht mehr wegzudenken und hat schon viele Anhänger gefunden. Früher rief das Wort Carven bei den meisten Snowboardern eine ekeleregende Reaktion hervor, denn es war verpönt und wurde nur von Hardboot-Trägern ausgeführt. Heute jedoch ist es weitverbreitet und anerkannt.

Lass’ uns das gleich mal genauer analysieren; Carven ist nicht einfach so ein typischer Ausdruck, den man in den Himmel jubeln möchte. Zudem wird er auch nicht für jede Art von Snowboarden benutzt. Oder hast du schon mal einen Snowboarder einen tiefen Powder-Turn “carven” sehen? Nein, nun wirklich nicht! Das Carven ist fein definiert und nur in einem Terrain möglich: auf der Piste.

Carven gehört zu den Anfängen des Snowboardens und bedeutet, dass die Kante tief in den Schnee gedrückt wird. Dabei ist volle Kantenleistung gefragt. Wenn man also richtig carven will, muss ein messerscharfer Cut in deiner Line erkennbar sein, ohne irgendwelchen verwaschenen Driftschwüngen. Klar erkennbar und gut geschnitten.

Carving: Das Comeback

Das Tragen von Hardboots und das Hinlegen eines soliden Carving-Turns war früher eine verbreitete Form des Snowboardens. Doch in den letzten Jahren machte der verhasste Carving-Turn ein unglaubliches Comeback. Wir könnten über diese Entwicklung nicht mehr als gehyped sein, denn es macht Spaß, sieht gut aus und ist eine super effektive Möglichkeit den Berg hinunter zu kommen.

Klick’ dich durch, um acht absolute top Carving-Beispiele zu sehen – von den eisernen Pionieren in den 80er Jahren bis hin zu den innovativen Jib-Kids, die die Kunst des Carvens zurück an die Spitze des Snowboardens brachten. Wenn du es bis jetzt noch nicht gecheckt hast, Carven ist im Trend!

Peter Bauer und Jean Nerva

Fangen wir „old school“ an. Das kleine aber großartige „Eurocarving“ Meisterwerk ist aus dem Jahr 1992, und zwar aus dem Burton Streifen „Scream of Consciousness“, inklusive dem legendären Pro Rider (und jetzt Boss von Amplid Snowboards) Peter Bauer und dem Hardboot-Experten Jean Nerva. Diese zwei (und viele mehr) hielten in Europa an der Carving-Kultur fest, während sich zur selben Zeit in den USA der Bereich Freestyle entwickelte und rasant ausbreitete.

Zwischen den Slalom-Rennen sind die beiden zu Freeride-Abenteuern aufgebrochen – was zu dieser Zeit bedeutete, die fettesten Vitelli Turns in ihren Hard Boots und Race Boards hinzulegen (Gott sei Dank ohne hautengem Elastan).

Extreme Russian Eurocarve

In den späten 90er Jahren und den 2000ern, während sich Freestyle-Snowboarding rasant in den USA ausbreitete und die Snowboardindustrie wahnsinnig viel Geld umsetzte, setze sich die Hardboot-Szene widerwillig mit einigen Impulsen fort, brach aber schlussendlich durch den stark wachsenden Trend des Freestyles zusammen. Heutzutage sind die wahren Eurocarver nur noch ein kleiner Haufen von Snowboardern, die sich weitgehend nach Russland und Frankreich zurückgezogen haben.

2014 hat sich das extreme Eurocarven im Wesentlichen zu einem eigenen Snowboardbereich entwickelt und ist darum bemüht, sich so gut wie möglich an der Oberfläche zu halten. Die Oldschool Dudes carven sowohl auf der Zehenkante sowie auf der Fersenkante, was Carven auf ein komplett neues Level bringt.

Das Limbo/Slalom/Eurocarve Video hat uns die Augen aus dem Kopf geschlagen, als wir es letztes Jahr zum ersten Mal sahen. Die russischen Dudes gehen ab, yeah!

Du wirst dich darüber freuen zu hören, dass wir noch mehr Material von den Russen haben:

Extreme Russian Eurocarve – bei Nacht

In diesem Video wird es dunkel und mysteriös…und richtig, wie kann es auch anders sein – es sind unsere Hardboot-Heros aus Russland. Diese warten darauf bis der Vollmond seine komplette Pracht entfacht hat und benutzen dazu eigene Lichter, um eine dramatische Szene unter den Sternen hervorzurufen.

Extremes russisches Eurocarven – Art of Flight Style

Als „That’s It, That’s All“ und „The Art of Flight“ vor einigen Jahren veröffentlicht wurde, hat Brain Farm gleich mal eine eigene Nische eröffnet – mit einer überproduzierten, epischen, over-the-top Action Sport Cinematografie – mit mehr überdramatischer Super-High-Def, Slow-Mo, als die finale Kampfszene im Film ‚300’. Diese Kamera-Porno-Style-Produktion wurde in vielen Bereichen des Action-Sports mit schwankendem Erfolg imitiert, inklusive dem extremen Eurocarven.

Es enthält jedes erdenkliche Klischee, ist aber trotzdem unterhaltsam: vom Kunsthandwerk der Board-Produktion, bis hin zur exzessiven Benutzung von Slow-Mo, Powdersprays und dem vielleicht offensichtlichsten Giveaway – der Benutzung eines Art of Flight Songs. Die einzige Sache, die das Ganze noch unterhaltsamer machen könnte, wäre, wenn Travis und Co. selbst die Pisten runterfetzen würden.

The Art of Carve with Terje Haakonsen

Durch das Zurückkehren des Carvens in das heutige Snowboarden, hat Burton diesen Edit vor einigen Wochen mit Terje Haakonsen herausgebracht, in dem er mit dem Rookie Ben Ferguson die „normale“ Piste mit Leben füllt.

Der künstlerische schwarz-weiß Edit zeigt die beiden auf der präparierten Piste, wie sie Kanten klären, Methods raushauen oder einen Tripod nach dem anderen hinlegen. Es ist eine moderne Hommage an den Spaß, den man in einem natürlichen Terrain in einem Skigebiet haben kann und eben auch, dass Kurven – sprich das Carven – super lustig ist.

Die Yawgoons

Auch wenn einige vielleicht denken, dass Rider wie Terje Vergangenheit oder auch nicht mehr bedeutungsvoll genug sind, der Carved-Turn hat einen legitimen Comeback in einigen Edits gemacht, in denen auch die coolen Kids Spaß damit haben.

Hier reden wir über Rider wie Scott Stevens, die Warp Wave Dudes und die Yawgoons – die zu letztgenannten sind wahrscheinlich das beste Beispiel.

Dylan Gamache hat diese Saison so gut wie jeden mit krassen Stunts an heftigen DIY Setups und sehr stylischen und starken Carving-Turns beeindruckt. Check’ seinen Part ab Minute 1.42 und vor allem seinen kompletten 360° Carve sowie einen „revert to switch“ Carving-Schwung und vieles mehr – auf einem kräftigen Spring Break x Capita Snowboard.

Gus Warbington One-Foot Toeside Carve

Schau dir den kranken One-Footed Toeside Carve am Ende des Videos von High Cascade an. Es sieht vielleicht nicht so schwer aus, aber dieser Move ist verdammt hart mit einem Bein in der Bindung zu machen!

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