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Österreich

Kitzsteinhorn (A)

Schwindelfrei sollte man schon sein, oben am Kitzsteinhorn. Zum einen, weil die Gipfelbahn über die höchste Seilbahnstütze der Welt gondelt. Und zum anderen, weil das Gebiet zweifelsohne zu Europas Freestyle-Elite zählt. Wem nicht die versammelte Shred-Prominenz den Kopf verdreht, der verdreht ihn sich selbst bei einem Leistungsbereich jenseits der Doublecork-Grenze.

Hat man erst einmal die Fahrt auf eine der höchstgelegenen Bergstationen Österreichs mittels indianischer Gelassenheit überwunden, eröffnet sich einem am Gletscherplateau ein beeindruckendes Panorama. Der Blick schweift von der Zugspitze bis zum Großglockner – den höchsten Bergen ihrer jeweiligen Länder. Darunter breitet sich eine Bowl aus, in der Naturschnee im April so selbstverständlich ist wie Wasser im See. Die mittigen Gletscherhänge sind gemütlich, bis man an die Bergflanken abzweigt. Manche Couloirs sind so knackig, dass man sich Oberschenkel aus Karbon wünscht.

Gleich fünf markierte unpräparierte Routen liegen zwischen dem Gipfel des Kitzsteinhorns und den Maurergletscherliften. Die längste nennt sich Westside Story. Knapp oberhalb der Kristallbahn quert man den Hang erst bis zum Flügel, an dem man in das anspruchsvolle Schneefeld einbiegt, das sich vor dem Brett großflächig ausbreitet. Die gegenüberliegende Flanke deckt – sinnigerweise – die Line mit dem Namen Left Wing ab. Sie startet steil, bevor man nach kurzer Kreuzung der Piste das kupierte Langwied-Gelände durchpowdert. Nicht weit davon entfernt führt die Pipe Line an der Seilbahntrasse entlang zur Mittelstation. Sie verlangt gute Kondition, da sie zwar nicht lang, dafür aber umso buckeliger und giftiger ist. Bei den Locals beliebt ist der Jump Run, der vom dritten Pfeiler des Kristallsessellifts durch Naturpipes, über Kuppen und an bestehenden Landungen vorbei abfällt – ideal für Offpiste-Freestyle. Die letzte – und höchstgelegenste – Route Ice Age wiederum läuft unterhalb der Gipfelbahn durch das gesamte Kar bis sie schließlich ins Alpincenter mündet, an dem die Freerider Info Base das nötige Faustpfand im Backcountry erklärt. Und auch wenn die Kälte den Neuschnee in dieser Höhe gut konserviert: an guten Tagen sollte man zeitig aufstehen, um die Lines für sich zu haben.

Dann kann man sich auch ohne Zeitdruck dem Grund widmen, für den die meisten angereist sind: der Park. Der Snowpark Kitzsteinhorn – mit eigener App für News, Pics und Set-up! – besteht eigentlich aus vier verschiedenen Snowparks. Der Glacier Park auf 2900 Meter öffnet bereits im Herbst, zur Hochsaison kommen dann noch der leichtere Easy Park mit Obstacles speziell gegen Verletzungen und der große Central Park dazu. Beide Parks werden – wie auch die anliegende Superpipe mit amerikanischen Dimensionen – von einem eigenen Lift bedient.

Sollte danach noch Zeit bis zum Sonnenuntergang bleiben, nimmt man sich den Railgarden Lechnerberg im Ortszentrum von Kaprun vor. Bei einsetzender Dunkelheit ist die Marschroute eh vorgegeben: Wer einmal auf einer der legendären Partys in der Burg Kaprun war, der weiß, was es heißt in Kaprun zu feiern.

LINKS:

www.kitzsteinhorn.at
www.servicenetwork.at
www.ski-kaprun.com
www.sportglaser.at 

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