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Interviews

Blickwinkel: Wolle Nyvelt

Vor rund sieben Jahren schloss sich Wolle Nyvelt im österreichischen Mayrhofen in seine Garage ein. Er tüftelte an einer neuen Art des Snowboards. Ein Brett, ähnlich einem Surfboard oder Skateboard-Deck, dass sich ohne Bindungen durch den Tiefschnee lenken lässt. Wolle suchte nach Abwechslung zum normalen Snowboarden, ein Brett ähnlich den Snow Skates, aber doch ganz anders. Herausgekommen ist das Äsmo, mit dem er sich frei und ungezwungen durch tiefen Powder bewegt und Spaß hat wie ein kleines Kind. Wer Wolles Videoparts der letzten Jahre verfolgt hat weiß, dass der Ästhetiker mit dem Äsmo nicht nur heimische Wiesen hinabcruist, sondern Tricks und AK-Lines shreddet, die die meisten Snowboarder mit Bindungen kaum überleben würden. 

Interview: Meike Vetter

Sprüche wie „Leave your bindings

at home“ interessieren doch keinen Mensch!

Onefoots und andere Skatetricks prägen seit geraumer Zeit das Snowboarden. Du bist vor sieben Jahren noch einen Schritt weitergegangen und hast die Bindung komplett vom Brett genommen…

Stimmt. Für mich hat alles mit den Salomon Snow Skates angefangen, zu Beginn kam man hier nur sehr schwer an sie heran, also haben wir angefangen, im Kleinen ein wenig selbst mit Brettern zu experimentieren. Wir haben Skatedecks, die oben auf dem Ski montiert waren, umgebaut und verbreitert. So hat es sich nach und nach weiterentwickelt, dass wir an Shapes herumgetüftelt und uns für bindungslose Bretter interessiert haben. Es entstanden komplett neue Möglichkeiten, alte, bereits bekannte Abfahrten zu fahren und den Spaß dabei neu zu entdecken. Man hat sich ein wenig so gefühlt, als hätte man gerade angefangen zu snowboarden, die einfachsten Hänge und Runs waren unheimlich lustig und herausfordernd.

Wie reagiert dein Board-Sponsor Salomon darauf, dass du in den Medien mit dem Äsmo fast genauso oft auftauchst wie mit deinem richtigen Snowboard?

Sie haben mich immer voll unterstützt, sowohl mit Know-how als auch mit Materialien, wir teilen unsere Erfahrungen und arbeiten ein stückweit zusammen. Alle Shapes, die wir entwerfen, stelle ich ihnen vor und sie prüfen, ob sie beispielsweise für neue Snowboards passen. So profitieren beide Seiten. Hätte irgendeine Firma Interesse an Äsmo Boards gehabt, hätten sie sicher schon längst welche produziert, aber wir sprechen hier von Stückzahlen, worüber die meisten nur lachen.

Es steht also in keiner direkten Konkurrenz zu deinem Snowboard?

Nein, in der letzten Saison bin ich es circa zwei Wochen gefahren, die Videoaufnahmen von Absinthe hatten wir beispielsweise in drei Tagen im Kasten.

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