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O’Neill Girls Freeride Coaching 2012

Das O’Neill Girls Freeride Coaching 2012 in Oberstdorf ist Geschichte und war, wie schon im letzten Jahr, ein voller Erfolg. Ein Mädels-Wochenende im Zeichen von Freerideabfahrten, Lawinenkunde und Tourengehen erwartete die sieben Teilnehmerinnen aus dem Alpenraum, die in Begleitung eines Bergführers und O’Neill Teamfahrerin Bibi Pekarek ein unvergessliches Wochenende erlebten. Bestes Wetter, Wellness im hoteleigenen Spabereich und jede Menge Spaß rundeten den Kurztrip ins Allgäu ab.

Erste Einführung durch Patrick vom Hindelanger Bergführerbüro.

Los ging es am Freitagabend: Patrick vom Hindelanger Bergführerbüro besuchte die Gruppe im Hotel Waldesruhe um einen ersten Überblick über die bevorstehenden Tage zu geben, Fragen zu beantworten und das nötige Equipment an die Teilnehmerinnen zu verteilen. Eine eigene Notfallausrüstung (Schaufel, Sonde und LVS-Gerät) war nicht nötig, diese wurde bei Bedarf komplett gestellt. Nach einem gemeinsamen Abendessen verzogen sich alle recht schnell auf die Zimmer um fit für den nächsten Tag zu sein.

Bergführer Bene erläutert den Lawinenlagebericht.

Keine einzige Wolke bedeckte am Morgen den Himmel, perfekte Bedingungen also um den aktiven Teil des Wochenendes starten zu lassen. Mit der Seilbahn ging es rauf zum Nebelhorn, wo Bergführer Bene zum Einstieg die wichtigsten Informationen zum Lawinenlagebericht erläuterte und diesen anhand der umliegenden Berge, gemeinsam mit der Gruppe durchging. Was gilt es zu beachten, welche Exposition haben die einzelnen Hänge und wie ist der täglich veröffentlichte Bericht zu deuten? All dies sind Faktoren die es bei der Einschätzung der aktuellen Lawinensituation zu beachten gilt.

Erste Schritte entlang dem Grat.

Abseits der Piste: theoretisch Erlentes praktisch umsetzen.

Nach dem kurzen theoretischen Einstieg hatten alle die Gelegenheit sich ein wenig auf der Piste einzufahren, bevor es direkt auf unpräparierte Abhänge ging. Auch hier wurden theoretische Aspekte, wie das Einschätzen der Hangneigung und das Nachmessen der Steilheit, praktisch erklärt und für die Teilnehmerinnen greifbar gemacht. Bei allen theoretischen Erklärungen kam das Snowboarden jedoch nicht zu kurz: Trotz warmer Temperaturen und mäßigem Schneefall der vergangenen Tage fand die Gruppe einige unverspurte Hänge, die einfach vom Gebiet erreichbar waren und lange Aufstiege überflüssig machten.

Trotz mäßigem Schneefall in den vergangenen Tagen fand die Gruppe noch den ein oder anderen Powderhang.

Der richtige Umgang mit der Notfallausrüstung kann im Ernstfall Leben retten.

Zum Abschluss des ersten Coaching-Tags stand der LVS-Kurs an, denn neben theoretischem Wissen über Lawinensituation und Schneedeckenaufbau muss auch der Ernstfall erprobt werden. Der richtige Umgang mit Lawinenverschüttetensuchgerät, Sonde und Schaufel muss erlernt und verinnerlicht sein, um im Notfall Leben retten zu können. Anhand einfacher Tricks wird die Suche mittels LVS-Gerät erleichtert und kann so zu schnellerem Finden des Verschütteten führen. In Zweierteams hatten die Mädels die Möglichkeiten den Ernstfall zu proben und zu erfahren wie viel Zeit für die Suche drauf gehen kann – denn die Zeit ist einer der wichtigsten Faktoren bei der Suche nach einem Verschütteten: rund 15 Minuten nach der Verschüttung sinken die Überlebenschancen des Opfers drastisch.

Der späte Nachmittag/Abend stand ganz im Zeichen von Wellness und Überraschungs-Dinner, mit müden Gliedern und voll gestopften Bäuchen schafften es die meisten Mädels nur noch zurück ins Hotel um erschöpft in die Betten zu fallen. Zwei Teilnehmerinnen trotzten jedoch der Müdigkeit und begleiteten die Filmer, Fotografen und Allgäuer O’Neill Teamfahrer in die ortsansässige Hörbar um den Tag gebührend ausklingen zu lassen.

Der Weg ist das Ziel - die Mädels beim Aufstieg.

Tag zwei des Coachings begann genauso vielversprechend wie der erste aufgehört hatte: allen Schlechtwetterprognosen zum trotz zeigte sich ein relativ klarer Himmel und ließ auf weiteren Sonnenschein hoffen. Diesmal ging es über die Grenze zur Österreichischen Kanzelwandbahn. Eine Seilbahnfahrt und kurze Abfahrt später befand sich die Gruppe am Einstieg zur ersten richtigen Tour abseits der präparierten Pisten. Die Snowboards verstaut und mit Teleskopstöcken bewaffnet stapften die Teilnehmerinnen der Sonne entgegen.

Cecilia genießt die einsame Abfahrt in strahlendem Sonnenschein.

Einige Minuten später droppten die Mädels nacheinander in einen weitläufigen Hang der sie über eine längere Abfahrt in ein unberührtes Tal brachte – eine Szene wie aus dem Bilderbuch. Beste Laune begleitete sie auf dem Fußmarsch zurück zur Liftstation. Zwar ist diese Abfahrt bei Neuschnee sicher noch eindrucksvoller als an diesem Wochenende, doch hatten alle eine gute Zeit und genossen die Ruhe und Einsamkeit fernab der touristenüberfluteten Pisten und Lifte.

Krönender Abschluss: der Aufstieg auf das Fellhorn.

Zurück in der Zivilisation ging es mit der Gondel rauf auf das Fellhorn, um über einen schmalen Grat weiter aufzusteigen. Diese Tour brachte die Gruppe vorbei am Gipfelkreuz auf eine lange Abfahrt hinunter ins Kleinwalsertal, weite Felder und sulzige Hänge machten die letzte Fahrt perfekt.

O’Neill ist es wieder gelungen ein perfektes Wochenende für Freeridebegeisterte Mädchen auf die Beine zu stellen, das Wetter hätte besser nicht sein können, die Stimmung war ausgelassen und die Schneebedingungen wurden bestens genutzt. Durch die Zusammenarbeit mit dem Hindelanger Bergführerbüro konnte den Teilnehmerinnen viel Wissen über Lawinenkunde und richtiges Verhalten abseits der Piste vermittelt werden, um Gefahren im Backcountry zu minimieren. Mit unvergesslichen Erinnerungen im Kopf und Muskelkater in den Gliedern machten sich die Girls auf den Heimweg, vielleicht treffen sie sich ja nächstes Jahr wieder im Allgäu wenn O’Neill zum nächsten Coaching lädt. Bis dahin: Viel Spaß beim Powdern und be safe!!!

Alle Fotos: Hans-Martin Kudlinski / www.kudlinski-photo.com

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