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Review: Red Bull Jibmunks

Markus “Mä” Keller ruft zum Red Bull Jibmunks und 85 Snowboarderinnen und Snowboarder kommen. Weltmeister, Olympiasieger und Freizeit-Freestyler vergnügen sich auf einer leicht aufgepeppten Piste in Grindelwald First mit Tricks und Sprüngen jenseits der Contest-Routine. Tagessieger wird Tonton Holland. Iouri Podladtchikov gewinnt die Profi-Kategorie.

Im Snowboard-Sport regieren massive Snowparks und Pipes. Doch am vergangenen Samstag besetzen die Jib-Ritter einen Pistenabschnitt in Grindelwald First und zeigen, was Snowboarden einmal war und im Grunde immer noch ist: «Aus dem, was da ist, das Beste machen», wie Gastgeber Markus «Mä» Keller erklärt. Red Bull Jibmunks heisst der Anlass. Das Schauspiel, das die 85 Teilnehmerinnen und Teilnehmer bieten, hat etwas Ausserirdisches: Eine wildgewordene Horde hebt von jeder Pistenwölbung ab, hüpft über Holzstapel und schlittert über einen Hornschlitten. Der Weg ins Tal kann den Jibbern gar nicht kompliziert genug sein: da noch ein Haken, dort noch ein Flip. Und jeder Run scheint sie mit Energie aufzuladen. Denn kaum sind sie unten, stehen sie schon wieder oben und wollen wieder runter.

Trickmaster Mä Keller kann verletzungshalber nicht mittun, doch das Teilnehmerfeld kann sich auch ohne ihn sehen lassen. 60 Freizeit-Freestyler teilen sich mit 16 Pros die Piste, wie Iouri Podladtchikov oder dem Franzosen Arthur Longo. Dazu kommen äusserst lebendige Legenden, wie Gian Simmen oder Tonton Holland aus Leysin. Die jüngsten Teilnehmer sind nicht einmal halb so alt wie die grossen Routiniers und alle sind mit der gleichen Freude bei der Sache.

Die einen drehen Flips über die beiden Hügel kurz nach dem Start, andere entdecken die Buckelpiste neu. Beliebt sind auch ein in die Luft ragendes Plastikrohr und der auf dem Rücken liegende Hornschlitten als Unterlage für Slides und Grinds. Rino Wenger, einer der lokalen Helden findet: «Im Unterschied zu den normalen Slopestyle-Wettbewerben, ist das hier wirklich eine Piste und der Style ist umso wichtiger.» Unübersetzbar fährt er fort: «Es fägt einfach extrem, hier zu fahren!» Iouri Podladtchikov bekennt: «Ich fahre mit riesigem Herzklopfen runter.» Das liegt einerseits daran, dass Iouri – nicht als Einziger – auch von den relativ kleinen Absprüngen zu erstaunlichen Flügen abhebt. Anderseits ist die Piste eben auch für gestandene Profis weit weg vom Gewohnten.

Tonton Holland hat schon viel gesehen in den mittlerweile 26 Jahren, in denen er auf dem Brett steht. «Hier fahre ich, wie ich sonst mit meinen Freunden fahre. An die Wertung denke ich gar nicht.» Das bewahrt Romand nicht davor, den Legends Jam und dazu die Gesamtwertung zu gewinnen.Der Sieger der Profi-Kategorie landet hinter einer weiteren Legende namens Pascal PI Imhof (Grindelwald) auf Platz 3 der Gesamtwertung und heisst Iouri Podladtchikov. Sein Wort zum Tag: «Danke Mä!»

Während am Red Bull Jibmunks die hohe Kunst der Pistentricks zelebriert wird, geht es am Tag davor um die Grundlagen, genauer um einen Tag Tipps und Inspiration von Mäster Keller für Riders von 13 bis 18 Jahren. Die Jib Clinic beginnt mit einer kleinen Überraschung, denn es sind sechs junge Frauen und nur ein junger Mann, die ihr Pistentrickrepertoire ausbauen wollen. Die Gruppe harmoniert so prächtig wie sie rotiert. Leonie aus Thun resümiert: «Ich sehe mehr Sachen auf der Piste, und welchen Trick man dort machen kann. Die Tricks muss ich einfach noch üben.» Klar ist: die nächste Generation der Jib-Ritter wird nicht lange auf sich warten lassen.

Mehr Infos auf www.redbull.ch/jibmunks.

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