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O’Neill Evolution – Triple Madness in den Big Air Finals

Der 15-jährige Kyle Mack zeigte unglaubliches Riding und schaffte es schlussendlich auf Platz zwei.

Was für ein grandioser Abschluss des diesjährigen O’Neill Evolution! Neben dem Big Air Wettkampf der Mädels fand die „Legend Sessions“ statt, zu der Gian Simmen im Zuge seiner letzten Contestteilnahme eingeladen hatte. Absoluter Hammer war das Big Air Finale der Jungs, dass ein nie dagewesenes Level an Snowboarding zeigte – Maxence Parrot (CAN) stellte den wahrscheinlich saubersten Triple Cork, den man je an einem Contest gesehen hat, in die Landung!

 

14 Jahre jung und schon Siegerin eines 6 Star Contest der World Snowboard Tour: Miyabi Onitsuka.

Los ging es am frühen Nachmittag jedoch zunächst mit der Big Air Competition der Mädels. In zwei Runs wurden die besten Vier ermittelt, die im Finale um die Plätze auf dem Podium kämpften. Die erst 14-jährige Japanerin Miyabi Onitsuka holt mit einem perfekten Frontside 360° Frontside Grab, Lipslide und Frontboard gleich im ersten Run des Finales den Topscore von 80.2 Punkten. Zwar scheiterte sie in den folgenden Durchgängen zwei Mal knapp an einem Frontside 720°, zeigte aber insgesamt äußerst konstante Tricks und begeisterte die Zuschauer mit ihrer positiven Einstellung und einem Style der bei solch jungen Riderinnen selten zu finden ist. Auf Platz zwei konnte sich die Österreicherin Christine Szumovski (27) platzieren. Die Absolut Park Fahrerin zog ohne Probleme riesige Frontside 360°s über den Kicker und 50-50 to Transfers an der Rail-Drop Kombination. O’Neill Riderin Celia Miller (27) stürzte leider bei ihren letzten Run mit einem Backside 540° und landete somit auf Rang drei.

 

Legendärer geht es nicht: Gian Simmen im Neon-Dress.

Im Anschluss an das Finale der Mädels kam ein Highlight der gesamten Veranstaltung: die „Legends-Session“, zu der Gian Simmen viele ehemalige Pro-Rider eingeladen hatte, um ihm an seinem letzten Contest eine besondere Ehre zu erweisen. Zahlreiche Pros aus den vergangenen zwei Jahrzehnten, die Snowboarden maßgeblich beeinflusst haben, folgten Gians Aufruf und begeisterten die Zuschauer mit old school Tricks die stylischer nicht hätten sein können. Marco Lutz, Michi Albin, Reto Kestenholz, Pascal Imhof, Reto Lamm, Xaver Hoffmann, Nici Pedrozolli und viele weitere zeigten, dass vielleicht ihre aktiven Karrieren herum, ihre Liebe zum Snowboarden und die nötigen Skills aber noch mehr als vorhanden sind! Gian ließ es sich nicht nehmen einige Runden in seinem ehemaligen Neon-Outfit zu drehen und Tricks zu zeigen, die wahrscheinlich die meisten seit mindestens 10 Jahren nicht mehr gesehen hatten! Wahrlich legendär!

 

Wer nun denkt man hätte sich mit Backside und Frontside Airs zufrieden gegeben liegt falsch! Es wurde getweaked und geboned was das Brett hergab und – für die jungen unter euch – Xaver packte auch einen 1080° aus! Es gibt bereits Stimmen, dass dies wohl nicht die letzte Legends-Halpipe-Session gewesen sein soll… zunächst steigt jedoch die Vorfreude zur Style-Session am Air & Style in Innsbruck, zu der ebenfalls viele ehemalige Pro Rider erwartet werden!

 

Doch zurück zum O’Neill Evolution. Das große Finale der Jungs stand bevor. Hier trafen die besten Acht aus den gestrigen Vorläufen aufeinander.

Antoine Truchon (CAN) vs. Kyle Mack (USA)

Torgeir Bergrem (NOR) vs. Maxence Parrot (CAN)

Markus Mathis (SUI) vs. Emil Ulsletten (NOR)

Kalle Järvilehto (FIN) vs. Sebastien Toutant (CAN)

Erneut im KO-Verfahren ging es um den Einzug ins Superfinale. Die Entscheidung hätte nicht knapper ausfallen können, alle Rider zeigten Snowboarding auf höchstem Niveau und die Tatsache, dass man mit einem hohen Score im KO-Verfahren trotzdem verlieren kann, musste insbesondere Sebastien Toutant erfahren, der sich wegen läppischen 1,4 Punkten gegenüber dem jungen Finnen Kalle Järvilehto geschlagen geben musste. Trotz hoch technischen Tricks und entsprechendem Style mussten sich Antoine Truchon, Torgeir Bergrem, der einzig verbliebende Schweizer Markus Mathis und Seb Toots nach drei Durchgängen verabschieden.

 

Was dann folgte kann mit Worten kaum beschrieben werden: drei Durchgänge – drei Triple Corks von Maxence Parrot. Der letzte Try schoss den Vogel ab! Wer nun noch einmal sagt, Triple Corks wären hektisches Ballerina-Gezappel, der soll sich bitte diesen Run anschauen.

Maxence sagte später: ’I just landed the cleanest triple cork in my life and i am stoked. I learned this trick only three days ago, and I wasn’t even stressed about doing it, but when I landed  it, I was shaking, and worried a little about the rail section. I am so happy it all went well and I just won the biggest contest in my life.’’

 

Nach diesem nahezu perfekten Durchgang und der Tatsache das Kyle Mack im vorangegangenen Versuch am Triple Rodeo gescheitert war, dachten viele „was soll jetzt noch kommen“ aber es kam noch dicker: Kyle Mack, 15-jähriger Burton Rider aus den USA, ist eventuell halb Mensch, halb Maschine, nach einem überaus heftigen Faceplant versuchte er in seinem letzten Run noch einmal den Triple Rodeo und stellte ihn mehr als sauber in die Landung! Selbst er war offensichtlich erstaunt, riss die Hände vors Gesicht, bevor er noch einen Backside Lipslide und Frontside Noseblunt to Fakie an den Rails zeigte und seinem Coach um den Hals fiel! Noch nie wurde ein Triple Rodeo in einem Contest gezeigt – es reichte zwar nicht für den Sieg, doch kommt berechtigt die Frage auf: Was um alles in der Welt wird dieses Kid einmal in 5 Jahren machen, wenn er bereits jetzt solche Hammer reißt!

Emil Ulsletten der auf Platz drei landete hatte weniger Glück, er stürzte zwei Mal, konnte aber im zweiten Run einen sauberen Frontside 1080° Double Cork, Lipslide und Frontboard 270° out zeigen und sich somit den Podiumsplatz klar machen. Überflieger aus Finnland, Kalle Järvilehto, konnte seine Leistungen aus der vorhergehenden Runde leider nicht abrufen und erreichte mit einem Backside 1260°, Switch Lipslide und Backside 180° on Rang vier, eine überragendes Ergebnis für den ersten 6 Star Contest seiner Karriere!

 

Der O’Neill Evolution 2013 war der absolute Wahnsinn! Man sah viele neue, junge Gesichter, die gezeigt haben, dass Snowboarden einige Rider hat, die  den internationalen Durchbruch bislang nicht geschafft haben, jedoch mehr als die Voraussetzungen dafür mitbringen. Wir sind gespannt wie es in Zukunft weiter gehen wird!

 

 

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